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Aachen: Hallencup: Alemannia-Frauen verteidigen ihren Titel

Aachen : Hallencup: Alemannia-Frauen verteidigen ihren Titel

Die Fußball-Frauen von Alemannia Aachen I haben ihren Titel beim Hallencup der Sparkasse verteidigt. Doch der Sieger ist quasi eine „Mogelpackung”: Denn in Aachen I steckte eigentlich II drin - und umgekehrt. Siegerinnen im Turnier unserer Zeitung wurde Aachens Reserve, die im Halbfinale ihre eigene Erste nach Neunmeterschießen rausgeworfen hatte.

Im Finale ließen die Aachenerinnen nichts anbrennen und schlugen die Sportfreunde Uevekoven mit 6:1. Im vergangenen Jahr waren die beiden Aachener Teams erst im Finale aufeinandergetroffen, diesmal in der Vorschlussrunde. „Die hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt”, sagte Aachens Trainer Manuel Ortiz Gonzales und musste dann selbst grinsen. „Aber eigentlich ist es doch jetzt richtig gekommen, Aachen I hat gewonnen.”

Aachens Regionalliga-Mannschaft war am Sonntag beim Hallencup als Aachen II ins Rennen gegangen, das Mittelrheinliga-Team als Aachen I. Und dessen Coach Andreas Vecchio hatte Ortiz-Gonzales im Halbfinale „ein wenig überrascht. Ich habe gedacht, beide Teams spielen wie immer offensiv. Doch unsere Zweite hat defensiver agiert und uns ausgekontert. Aber unterm Strich ist es nicht schlimm, wir sind ja eine Mannschaft.”

Julia Hahn schießt und hält

Nach der 2:0-Führung von Aachen I hatte Aachen II noch ausgeglichen, doch im Neunmeterschießen war dann Ende: Ausgerechnet Aachens erfolgreichste Torschützin Sabrina Bemmelen scheiterte zweimal, einmal am Pfosten und einmal an der Keeperin. Da nützte es auch nichts, dass Aachen-II-Keeperin Julia Hahn - die im Neunmeterschießen um Platz 3 gegen Eilendorf (3:1) zweimal parierte - selbst einen Strafstoß sicher verwandelte.

„Ich bin ganz zufrieden, meine Mannschaft hat gut gearbeitet. Wichtig war, dass wir uns nach der deftigen Pleite im ersten Spiel gegen den SV Eilendorf (1:5) wieder herangekämpft haben”, freute sich Andreas Vecchio, der mit schelmischem Grinsen gestand, dass „ich mir natürlich für das Halbfinale gegen Aachen II eine Taktik zurechtgelegt habe. Und die ist ja auch voll aufgegangen. Meine Mädchen wollten gewinnen und haben richtig dafür gekämpft.” Im Finale hatten seine jungen Spielerinnen, bei denen Laura „Speedy” Jendrzejko sehr auffällig agierte, mit Liga-Kollege SF Uevekoven dann allerdings leichtes Spiel. Schnell war klar, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde.

„Im Finale waren meine Mädchen einfach platt. Einige Spielerinnen konnten vorher nicht trainieren, sind gleich ins Turnier gestartet. In der fünften Runde ging dann nicht mehr viel”, so Uevekovens Trainer Udo Jansen, der unter dem Strich zufrieden war. „Das war ein schönes Turnier mit vielen spannenden Spielen in der Vorrunde.”

Uevekoven hatte im ersten Halbfinale den Mittelrheinligisten SV Eilendorf mit 2:1 ausgeschaltet. Ein riesen Kompliment gab es vor allem für Stephanie Beckers im Tor der Grün-Weißen: Denn die junge Akteurin ist eigentlich eine Feldspielerin, die vorher noch nie (!) im Tor gestanden hat. „Unsere etatmäßige Keeperin Sandra Sahl war verletzt und noch nicht wieder fit. Stephanie ist eingesprungen und hat ihre Sache wirklich sehr gut gemacht. Insgesamt war es eine sehr gute Mannschaftsleistung”, freute sich Udo Jansen auch über Platz 2.