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Glossiert: Gespenst in Ketten?

Glossiert: Gespenst in Ketten?

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.” So steht´s in der Bibel (Matthäus 26,41), und so lief es auch einige Jahrtausende später am Tivoli.

Der Geist schwebte lustvoll über die Haupttribüne, doch die Helden waren seltsam gelähmt. Doch am Tag nach dem Triumph wenden wir uns wieder ganz irdischen Fragen zu. War der Geist der obersten Fußball-Meldebehörde, jener DFL, wirklich angemeldet?

Wussten die Herren an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt davon, dass ihnen ein zudem noch weibliches Gespenst auf der Nase herumtanzte? Kann man es dulden, dass Alemannia so süffisant mit einem Verbandsurteil umgeht? Tanzte da nicht ein weiterer Protestgrund auf der gruselig leeren Tribüne?

Auf der anderen Seite: Lässt sich so ein Gespenst von den Statuten, von der Durchführungsverordnung des Verbandes tatsächlich an die Kette legen? Müssen auch ausgewiesene Wesen von einem anderen Stern sich die Akkreditierung in Frankfurt abholen?

Wohl eher nicht. „Die ich rief, die Geister, werd, ich nicht mehr los!”, lässt Goethe seinen Zauberlehrling sagen.

Recht hatte der Altmeister, und hoffentlich sieht es auch die DFL-Disziplinarbehörde so, sonst gibt es dort bald wieder eine der seltsam schaurigen Verhandlungen.

Die Bilder vom Geisterspiel