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Mönchengladbach: Gladbach schaut sich in den Niederlanden nach Kickern um

Mönchengladbach : Gladbach schaut sich in den Niederlanden nach Kickern um

Go west, heißt die Devise für Borussia Mönchengladbach. Nach Adil Ramzi, Davy de Fauw (beide Kerkrade) und Daniel Buijs (Feyenoord Rotterdam) werden bereits zwei weitere Namen gehandelt: Stijn Huysegems (Feyenoord) und Sharbel Touma (Twente Enschede).

Nun kann der Zweitligist nicht jeden Spieler gleich verpflichten, den er beobacht. Deutlich aber wird einmal, dass der ehemalige Erstligist sehr rege ist, speziell Luhukay eine enorme Kenntnis des niederländischen Marktes besitzt und die Bastelarbeiten für eine schlagkräftige Mannschaft in Liga 2 in die heiße Phase gehen.

„Mit Huysegems haben wir schon gesprochen”, sagt Luhukay. Der Offensivmann von Feyenoord hat wie sein Klub eine bescheidende Spielzeit hinter sich und will wechseln. Allerdings besitzt der Belgier, der vorne links und auch im offeniven Mittelfeld spielen kann, noch Vertrag. Ablösefrei ist dagegen Touma. Der schwedische Linksaußen wird allerdings auch von anderen Klubs, besonders aus den Niederlanden, umworben. Luhukay. „Die Konkurrenz ist groß.”

Doch der Trainer, der in der kommenden Saison in Köln seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolvieren wird, versprüht Zuversicht. Für alle Positionen hat er mehr als eine Alternative im Hinterkopf bzw. auf der Liste. Borussia profitiert von seinen Zweitliga-Kenntnissen. Ein Jupp Heynckes hätte für das Unternehmen Unterklasse nur wenige Namen beisteuern können.

Hoffnung gibt es auch bei Steve Gohouri. Der Innenverteidiger, Wunsch-Abwehrsäule des Klubs, hat zwar eine Ausstiegsklausel, doch Ziege hat „gestern mit ihm telefoniert. Und er hat gesagt, dass es positiv aussieht”. Spätestens für Mitte der kommenden Woche hofft der Manager auf eine Rückmeldung. Ansonsten kann Gohouri selbst noch am letzten Tag vor dem Ende der Transferperiode (31. August) aus seinem Vertrag rausgekauft werden. „Ärgerlich”, knurrt Ziege.

Heftige Kritik hat Präsident Rolf Königs auf der Jahreshauptversammlung an der Mannschaft und am ehemaligen Sportdirektor Peter Pander geübt. „Wir hatten kein Team, sondern einen zerstreuten Haufen”, sagte Königs, dessen 46-minütige Rede von lautstarken Pfiffen vieler Mitglieder begleitet wurde. „Wir haben in die falschen Personen investiert. Damit meine ich nicht nur Spieler und Trainer, sondern auch einen Sportdirektor”, erklärte der 65 Jahre alte Vereinschef, der Forderungen nach einem Rücktritt jedoch nicht nachkam.

Geschäftsführer Stephan Schippers verkündete positive Zahlen: Borussia schließt das Geschäftsjahr 2006 mit einem Plus von 6,5 Millionen Euro (vor Steuer) ab. Schippers: „Wir sind nicht reich, aber gesund.”