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Portimao: Gestrichene Freizeit an der Algarve

Portimao : Gestrichene Freizeit an der Algarve

Die Landung auf dem Flughafen Faro war holprig. Was sich der 1. FC Köln von der Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde an der Algarve nicht wünscht.

„Wir wollen alles ausschließen, was die Spieler in ihrer Konzentration ablenkt”, formulierte Manager Andreas Rettig, was in den sieben Tagen Trainingslager im Süden Portugals an oberster Stelle steht. „Wichtig ist alleine der Klassenerhalt.”

Drei Spiele und elf Trainingseinheiten hat Trainer Marcel Koller seinem Kader in den sieben Tagen im Süden Portugals verordnet, Freizeit ist so gut wie gestrichen.

Zwei Streichkandidaten

Den Atlantikstrand werden die Spieler nur bei den Fahrten zu den Testpartien vom Bus aus sehen. „Wir müssen konzentriert arbeiten”, sagt der Schweizer, „weil ja nicht viel Zeit bleibt, bis zum ersten Spiel gegen Gladbach.”

Zwölf Stunden vor dem Abflug wurde die FC-Delegation überraschend um zwei Spieler reduziert. Markus Happe und Tomasz Klos wurden von der Teilnehmerliste gestrichen. So bewegt und beschäftigt Marcel Koller auf der hoteleigenen Anlage im La Meridien Penina Golf Resort nur 25 Spielern.

Manager Andreas Rettig: „Nach Gesprächen mit Markus Happe und Tomasz Klos haben wir sie für die Zeit des Trainingslagers freigestellt. Sie können sich bis zum Abschluss des Trainingslagers einen neuen Verein suchen.”

Bei angenehmen Temperaturen und guten äußeren Bedingungen soll die Basis für den Klassenerhalt gelegt werden. „Wir schöpfen die Zuversicht aus dem Saisonverlauf”, gibt sich Rettig optimistisch, in der Bundesliga zu bleiben.

„Wir sind besser als es der Tabellenplatz aussagt. Die Punkteausbeute spiegelt nicht das Leistungsvermögen der Mannschaft wider.” Also suchen die Kölner auch nicht unbedingt eine weitere Verstärkung.

Mit Markus Feulner und Albert Streit sind zwei Neue verpflichtet, mit Sebastian Schindzielorz ist ein Langzeitverletzter wieder auf dem Weg zurück in die Mannschaft. „Wir haben genug Substanz im Kader”, ist Rettig überzeugt.

„Wenn noch einer vom Himmel fällt, der bezahlbar ist uns uns weiterhilft, werden wir zugreifen. Aber tendenziell sieht es so aus, dass wir mit dem aktuellen Kader in die Rückrunde gehen.” Gehandelt wird im Umfeld immer noch Ingo Hertzsch von Bayer Leverkusen.

Feulner fehlt vorerst

Aber Marcel Koller verschwendet seine Zeit nicht Spekulationen. „Es hat sich in den letzten Spielen vor der Winterpause ein gewisser Stamm heraus kristallisiert”, lässt der Trainer seinen Gedanken freien Lauf. „Da werde ich sicherlich nicht viel ändern.”

Auch Schindzielorz und Feulner sind nur eine Option für die nähere Zukunft. Beide sind noch nicht voll belastbar und absolvieren vorwiegend Laufarbeit. „Sie sind gegen Gladbach wohl noch nicht dabei”, glaubt Koller. Und so läuft dann doch noch nicht alles rund. Zumindest personell holpert es beim FC noch ein wenig.