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Kaiserslautern: „Gehen wir lieber nach Hause...”

Kaiserslautern : „Gehen wir lieber nach Hause...”

FC-Trainer Christoph Daum brachte es auf den Punkt: „Um diese Saison zu analysieren, bräuchte ich einige Stunden. Aber dafür ist das Wetter zu schön. Gehen wir lieber nach Hause.”

Etwa eine halbe Stunde zuvor hatte Schiedsrichter Wolfgang Walz die Partie des 1. FC Köln beim 1. FC Kaiserslautern (2:2) und damit die Saison 2006/07 für Daum und seinen FC beendet. Endlich. Die Erleichterung über das Ende dieser total verkorksten Spielzeit stand nicht nur dem Trainer ins Gesicht geschrieben, auch die Spieler schienen fröhlich und erlöst.

Kurz zuvor hatten die Kölner trotz zweimaliger Führung auch im letzten Saisonspiel mal wieder keinen Sieg erringen können. Zunächst hatte Novakovic (28.) die Kölner per Kopf in Führung gebracht, ein strammer Sonntagsschuss von Tamas Hajnal (64.) brachte den Lauterern dann aber den Ausgleich und neue Kräfte.

Der FC konnte sich wieder aus der Umklammerung befreien und kam in der 76. Minute durch Patrick Helmes per Elfmeter zur erneuten Führung (Foul von Kotysch an Novakovic). Und dann passierte wieder das, was Daum nur in Stunden analysieren kann.

Der FC wirkte verunsichert, zog sich zurück, und Pekka Lagerblom stoppte in der 79. Minute völlig unnötig einen Ball im Strafraum mit der Hand und sah dafür die Rote Karte. Hajnal verwandelte den Elfmeter sicher.

„Wenn wir immer so viele Tore bekommen, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn wir unten stehen”, sagte Christoph Daum. Unten heißt Platz 9, mit dem größten Etat aller Zweitligisten (rund 43 Millionen Euro) eine Blamage.

Jetzt soll umgebaut werden: Sieben neue Spieler für insgesamt 8,5 Millionen Euro will Daum verpflichten. Bereits unterschrieben hat Mittelfeldspieler Roda Antar vom SC Freiburg. Als weitere mögliche Neuzugänge gelten Verteidiger Kevin McKenna (Energie Cottbus), Stürmer Addy-Waku Menga (VfL Osnabrück) und André Mijatovic (SpVgg Greuther Fürth).

Zudem will der FC einen „Sportkoordinator” einstellen, der Manager Michael Meier die Verantwortung im sportlichen Bereich abnimmt. Alles, damit es nächste Saison nach dem letzten Spieltag etwas zu feiern gibt.