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Köln: Gegen den HSV steht einiges auf dem Spiel

Köln : Gegen den HSV steht einiges auf dem Spiel

Gegen Ende seiner ersten und vielleicht einzigen Woche als Cheftrainer des 1. FC Köln ist Frank Schaefer zufrieden. „Wir”, sagt er und bezieht seinen Assistenten Dirk Lottner mit ein, „haben den Eindruck, dass die Mannschaft Schritt für Schritt in die richtige Richtung geht.” Das muss der Tabellenletzte am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga-Partie gegen den Hamburger SV beweisen.

Schaefer ist optimistisch, dass das klappt. „Ich glaube, dass wir uns das Recht in den letzten Tagen erarbeitet haben, mit einem guten Gefühl ins Spiel gehen zu dürfen”, betont Schaefer. Der FC-Coach gibt zu bedenken, der HSV sei ein Spitzenteam, und „niemand kann erwarten, dass wir diesen Gegner in Grund und Boden spielen”. Seine Mannschaft soll die Aufgabe mutig angehen.

Schaeafer wird die Formation gegenüber dem Pokalspiel wohl nur auf einer Position ändern. Für den genesenen Innenverteidiger Pedro Geromel muss Kevin Pezzoni wieder auf die Bank. Petit fehlt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel.

Das sieht beim HSV anders aus. Am Freitag meldeten sich Zé Roberto (Magen-Darm-Grippe), Marcell Jansen (Zeh gebrochen) ab. Zudem fehlen Ruud van Nistelrooy (Oberschenkelprellung), Collin Benjamin (Knieprellung), Torhüter Frank Rost (Außenbandanriss), Dennis Aogo (Schambeinentzündung), Dennis Diekmeier, Eljero Elia (beide Fersenentzündung) und Romeo Castelen (Knieoperation) aus. Trainer Armin Veh reiste mit nur 17 Profis nach Köln.

Einen Appell richtete Schaefer ans FC-Publikum. „Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer. Wir können es nur zusammen schaffen”, betont er und erlaubte sich einen Rückblick auf den Dienstagabend. Da gab es für die Mannschaft Ovationen und für Manager Michael Meier akustische Ohrfeigen. „Das hat die Spieler schon irritiert. Gegen den HSV brauchen wir eine ausschließlich positive Stimmung.”

Der Manager, vom Anhang als der Schuldige am sportlichen Niedergang ausgemacht, ging einen Schritt auf die Fans zu. „Ich habe die Botschaft aufgenommen, verstanden und verarbeitet”, sagte Meier. „Ich werde den Dialog mit unseren Fans suchen. Ich stelle mich dieser Verantwortung und laufe nicht weg. Ich habe hier nichts verbrochen.” Nächste Woche soll ein Treffen mit Vertretern der Fanklubs geben.

Ob es überhaupt zu dieser Veranstaltung kommt und wenn ja, in welcher Atmosphäre es stattfinden wird, hängt in erster Linie vom Ausgang der Begegnung ab. Verliert der FC erneut, dürfte Meiers Karriere in Köln beendet sein und die Suche nach einem neuen Trainer intensiviert werden. Es steht beim Tabellenletzten gegen den Hamburger SV am Samstagnachmittag für einige viel auf dem Spiel. Eine weitere Pleite würde die Lage dramatisch verschärfen.

Voraussichtliche Aufstellung: Varvodic - Brecko, Geromel, Mohamad, Salger - Lanig, Matuschyk - Jajalo (Chihi), Podolski, Ehret - Novakovic