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Begau: Fußball-A-Kreisligist Adler Büsbach werden 22 Punkte abgezogen

Begau : Fußball-A-Kreisligist Adler Büsbach werden 22 Punkte abgezogen

Die Spruchkammer des Fußballkreises Aachen hat entschieden: Dem FC Adler Büsbach werden 22 Punkte am „grünen Tisch” aberkannt! Die Spruchkammer hat somit die Entscheidung des Spielausschusses, in Person des kommissarischen Spielausschussvorsitzenden Helmut Brief, bestätigt.

„Ich konnte nicht anders entscheiden”, sagt Brief, „auch wenn es Freunde sind, ich muss immer neutral sein.”

Die Büsbacher hatten in der Hinrunde einen nicht-spielberechtigten Spieler eingesetzt. Die acht Kreisliga-A-Begegnungen der Gruppe 2, in denen der Spieler mitgewirkt hatte, werden mit jeweils drei Punkten und 2:0-Toren für den Gegner gewertet.

Auch den Mitgliedern der Spruchkammer fiel die Entscheidung nicht leicht: „In dieser Form hat es so etwas bislang noch nicht gegeben”, erklärt Peter Büttgen, Vorsitzender der Spruchkammer Aachen, „leider haben wir jetzt den Schwarzen Peter.”

Für den FC Adler Büsbach hat das Urteil dramatische Folgen. Der Verein rutscht durch den Punkt-Abzug von einem sicheren Mittelfeldplatz auf einen Abstiegsplatz. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, aber die Entscheidung der Spruchkammer ist korrekt”, sagt Horst Zimmermann, der bis Anfang des Jahres als Vorsitzender des FC Adler fungierte und den „Fall” mit zu verantworten hatte. „Wir haben das nicht vorsätzlich gemacht”, verdeutlicht Zimmermann, „man muss sich jetzt mal in die Mannschaft versetzten.”

Laut Zimmermann wurde der Spieler ordnungsgemäß abgelöst und der Pass am 31. August nach Duisburg geschickt. In dem Glauben, dass der Spieler nun spielberechtigt sei, setzten ihn die Büsbacher - auch ohne Pass - in der Meisterschaft ein. „Wir haben uns mehrfach in Duisburg nach dem Pass erkundigt, aber keinerlei Informationen erhalten.”

Da jedoch nicht mehr wie früher der Poststempel, sondern der Eingang des Passes in Duisburg entscheidend ist, wurde der Spieler vom FVM bis zum 26. November für alle Meisterschaftsspiele gesperrt. Als die Büsbacher dann den Pass Ende November nachreichten, blieb Brief keine andere Wahl, als die Spiele, in denen der Spieler mitgewirkt hatte, gegen die Büsbacher zu werten.

Eigene Stärke

Dem Wunsch der Büsbacher, die Punktstrafe zu halbieren, konnten die Juroren der Spruchkammer nicht nachkommen. „Es gibt keinen Paragraphen in der Spielordnung, der ein solches Handeln zulässt”, bedauert Büttgen. Das Ordnungsgeld in Höhe von 300 Euro wird auf 150 Euro herabgesetzt. Eine Berufung gegen das Urteil ist nicht mehr möglich. „Wir setzten jetzt auf unsere eigene Stärke und hoffen, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft noch schaffen”, so Zimmermann.