1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Für Latour gibt es keinen Blick retour

Köln : Für Latour gibt es keinen Blick retour

Der Mann macht seine eigene Zeitrechnung auf, damit seine Worte nicht so hohl klingen wie das Pfeifen im leeren Stadion.

Und so ordnet Kölns Trainer die bislang desolate Saison in die Zeit vor Latour und die vier Wochen n.L.: Drei Punkte aus vier Spielen, „das ist nicht das Gelbe vom Ei”, räumt Hanspeter Latour ein, nicht ohne zugleich das Positive hervorzuheben: „Aber wir sind zu Hause immer noch ungeschlagen.”

Doch der 58-Jährige, dem beim Vorstand und Management, bei den Fans und der Mannschaft ein großer Vertrauensbonus eingeräumt wird, weiß genau, dass der Zauber nur hält, wenn sich bald - am besten noch bälder - der Erfolg einstellt, der auch zählbare drei Punkte bringt. „Sie glauben nicht, was ich Berge von Post von den Fans bekomme. Und die meisten sind zum Glück positiv.”

Und weil es bisher nicht gelungen ist, „zu Hause eine Macht zu sein”, muss eben auswärts der Dreier geholt werden. Da kommt der nächste Gegner gerade recht. Denn ausgerechnet gegen den Lieblingsfeind Mönchengladbach, den Erzrivalen um die Macht am Rhein, gelang dem FC zum letzten Mal ein Sieg; 2:1 am vierten Spieltag, vor einer Halbserie. Im Fußball mehr als eine Ewigkeit.

Da passt es, dass die Borussia einen noch miserableren Start in die Rückrunde erwischte. Doch Hanspeter Latour ist nicht der Mann, der zurückblickt. Keiner, der sagt, die haben wir schon einmal geschlagen. Trotz aller Psychologie muss der Erfolg her, der Knoten platzen, damit aus Herrn Latour nicht schnell Herr Retour wird.