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Bremen: Für Borussia ist vieles gut gelaufen...

Bremen : Für Borussia ist vieles gut gelaufen...

Kasey Keller empfiehlt den Blick zurück: „Bis du rein rechnerisch nicht mehr einzuholen bist, solltest du stets über deine Schulter gucken.”

Nachdem übereifrige Fans nach sieben Punkten aus den ersten drei Rückrundenspielen schon mal nachgefragt haben, ob denn die Borussia für den UI-Cup gemeldet habe, haben die Realisten wie Borussias amerikanischer Torwart das Sagen.

Und der sagte zur verdienten 0:2-Niederlage beim Meister Werder Bremen: „Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht richtig dagegen gehalten haben. Wir waren eigentlich zu keinem Zeitpunkt richtig im Spiel.”

Ein Blick zurück auf die Ergebnisse des Spieltages lässt die Mönchengladbacher sagen: gut gelaufen, denn Bochum, Rostock und Mainz haben verloren, Freiburg zu Hause nur einen Punkt geholt, das satte Acht-Punkt-Polster auf einen Abstiegsrang ist nicht geschrumpft.

Ein Blick zurück auf die Ereignisse beim 0:2 in Bremen lässt die Mönchengladbacher sagen: gut gelaufen, denn es hat sich kein Akteur verletzt, keiner flog vom Platz - was Greg Moore und Jeff Strasser durchaus hätte passieren können - und es gab keine Packung. Oliver Neuville sah es so: „Bremen war auch nicht besonders stark, aber wir haben noch schlechter gespielt.”

Leicht resigniert wirkte auch Trainer Dick Advocaat, der feststellte: „Nach dem ersten Tor hat eigentlich nur noch Werder Bremen gespielt. Wir haben einfach nicht mehr ins Spiel gefunden.” Und das bei der ersten „echten” Bewährungsprobe für sein neuformiertes Team.

Bielefeld, Dortmund und Freiburg waren kaum echte Prüfsteine für die neue Qualität. In Bremen bestand die Borussia den Test nicht - querbeet durch alle Mannschaftsteile. Strasser und Jansen waren noch die weniger Schlechten in der wackligen Abwehr, im Angriff lief nichts zusammen und im Zentrum des Spiels konnte Bremen nach Belieben schalten und walten. Dort im Mittelfeld, wo für Dick Advocaat Spiele entschieden werden, hatte die Borussia den Gastgebern nichts entgegenzusetzen.

Und so hatten die Werder-Fans ihren Spaß beim Bremer „Debütantenball”, denn als nette Gäste ermöglichten die Mönchengladbachern Youngster Aaron Hunt, 18, und dem Ägypter Mohamed Zidan ihre ersten Torerfolge für den Meister (29. und 81.).

Der Blick nach vorne: Gegen Schalke steht die Borussia am kommenden Sonntag vor der zweiten „echten” Probe. Die Vorgabe ist klar, „denn wenn du so spielst wie in Bremen, dann gewinnst du kein Spiel”, weiß Oliver Neuville.