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Mönchengladbach: Fliegender Torhüter

Mönchengladbach : Fliegender Torhüter

Man könnte doch so schön weiter spekulieren: Wohin geht Marko Marin? Gibt Alexander Baumjohann sich und dem Klub die Ehre, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern? Welcher Weltklasse-Torhüter hütet demnächst den Kasten?

Stattdessen müssen sich der Aufsteiger Borussia Mönchengladbach und Einsteiger Hans Meyer mit so profanen Problemen wie Energie Cottbus rumschlagen. Irgendwie störend, so ein fußballerisches Thema!

Und obendrein auch noch recht delikat. Gegen einen offensiven Gegner wie Schalke kompakt aber eher defensiv zu stehen, ist die leichtere Aufgabe. Schon die ist gründlich misslungen. Nun aber zwangsweise aufgerückt und dennoch kompakt gegen die Maurermeister aus dem Osten zu stehen, ist weitaus schwieriger.

„Du kannst nur appellieren, über die Flügel zu spielen, aktiv zu sein”, mahnt Meyer. Auch mit Forechecking. „Aber nicht, wenn im Rücken von Friend keiner da ist.”

Eine wichtige Rolle in der Konstellation wird wieder Patrick Paauwe zufallen. Gegen Energie wird der Niederländer als freier Mann in der Innenverteidigung noch mehr als Aufbauer als in Gelsenkirchen gefragt sein und die meisten Ballkontakte haben.

Das Recht auf den ersten Pass: Das könnte auch der Torhüter besitzen. Aber der heißt in Mönchengladbach nicht mehr Jörg Stiel sondern Uwe Gospodarek und ist obendrein zu euphorisiert: „Wir müssen aufpassen, dass er nicht übers Tor fliegt.”

Der Münchner musste am Donnerstag die Vorbereitung aufs Spiel unterbrechen, um schnell in München Vater eines Sohnes zu werden. Der Vater des angestrebten Sieges am Samstag dürfte eher aus der Abteilung Attacke kommen.