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Wiedenbrück/Beeck: FC Wegberg-Beeck: In 120 Sekunden kippt das Spiel

Wiedenbrück/Beeck : FC Wegberg-Beeck: In 120 Sekunden kippt das Spiel

Wer auf die Zwischentöne achtet, der hört es deutlich heraus. Friedel Henßen mag es gar nicht mehr erklären wollen. Denn die Ausführungen des Teamchef des Fußball-Regionalligisten FC Wegberg-Beeck sind Wiederholungen.

Vielleicht formulierte es der 43-Jährige diesmal besonders kurz. „Wie letzte Woche“, berichtete der Teamchef des Tabellenletzten, woran es gelegen hatte, dass das letzte Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück mit 1:3 (1:0) verloren gegangen war. Einen Zusatz steuerte er noch bei: „Diesmal war kein Standard dabei.“

Dabei hatten die Beecker es in der Hand, durchaus den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren. „Es war kein Spiel auf anspruchsvollem Niveau“, räumte Henßen ein. Aber im ersten Durchgang hatte seine Mannschaft alles im Griff und legte durch einen Treffer von Kapitän Arian Berkigt (30.) das 1:0 vor. Und auch defensiv kontrollierten die Gäste das Geschehen. Wiedenbrück konnte da kaum Akzente setzen.

Es waren wieder einmal die ersten Minuten der zweiten Halbzeit, die den Tabellenletzten auf die Verliererstraße brachten. Zwei Unachtsamkeiten reichten den Hausherren, die Begegnung zu ihren Gunsten zu drehen. „Da haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben und den Gegner laufen lassen. Das war mehr als ärgerlich“, befand Henßen.

Zunächst gab es eine Szene, nach der nie und nimmer etwas hätte anbrennen dürfen. Zwei Beecker stellten einen Gegenspieler auf der linken Seiten fast auf Höhe der Mittellinie. Doch sie bekamen keinen Zugriff, der Ball landete bei Massih Wassey, und es hieß 1:1 (49.). Gerade einmal 120 Sekunden später wehrte der eingewechselte Beecker Keeper Tim Tretbar einen Schuss von Wassey, die Kollegen hatten die Sache schon als erledigt betrachtet, doch Marko Stojanovic war noch hellwach und markierte das 2:1 (51.).

In der Folge hatte der FC Wegberg-Beeck noch einige gute Möglichkeiten, die 17. Auswärtsniederlage zu verhindern. Doch Tommy Lambertz, Johannes Walbaum, Danny Richter, Patrick Ajani und Dominik Bischoff ließen ihre Chancen liegen. Und so beraubte Wassey mit einem Konter in der Schlussminute zum 3:1 die Beecker aller Hoffnungen, doch noch einen Punkt aus Ostwestfalen mitzunehmen.

Am Samstag (14 Uhr) steht im Waldstadion die Abschiedsvorstellung in der Viertklassigkeit an. Der 1. FC Köln II kommt.

Doch bis zum Wochenende wird Teamchef Henßen seinem Kader für die kommende Saison möglicherweise weitere Spieler hinzufügen. Mit Armand Drevina (22 Jahre/KFC Uerdingen) und Esin Gula (24/TSV Meerbusch) werden zwei zentrale Mittelfeldspieler nach Beeck kommen. „Beide haben das Potenzial, auf der Sechs, der Acht und der Zehn zu spielen“, beschreibt Henßen die Qualitäten der Neuen. „Da können wir schon flexibler spielen.“ Weiterhin in der Warteschleife steht der Klub bei Danny Richter. „Ich da aber positiv gestimmt“, sagt er und hofft auf eine zeitnahe Entscheidung.

(gk)