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Köln: FC Keeper Stefan Wessels: „Erfolg verändert auch die Psyche”

Köln : FC Keeper Stefan Wessels: „Erfolg verändert auch die Psyche”

„Bei den Bayern musst du selbstbewusst auftreten”, sagt Stefan Wessels. „Ich habs selbst oft genug erlebt, dass du die Angst des Gegners schon vor dem Einlaufen gespürt hast.”

Am Samstag kehrt der lange Blonde mit dem 1. FC Köln an seine frühere Arbeitsstätte zurück. Im Tor des Tabellenletzten, der sich im Olympiastadion besser aus der Affäre ziehen will, als beim letzten Auftritt in München im Februar.

Denn da erlebte der damalige Zweitliga-Tabellenführer im Pokal-Viertelfinale bei den Bayern ein 0:8-Debakel. Auf der Bayern-Bank: Stefan Wessels.

Diese Peinlichkeit ist abgehakt, die FC-Protagonisten tragen Selbstvertrauen zur Schau. „Das Spiel haben wir vergessen”, betont der 24-Jährige. „Da hat der FC versucht mitzuspielen. Und außerdem waren wir Bayern da schon in Top-Form. Kurz nach dem Pokalspiel gewannen wir ja auch noch das Münchener Derby mit 6:0.”

Eng am Mann, die Räume zustellen und den Rekordmeister nicht seinen Rhythmus finden lassen. Die Empfehlung des Torwarts für die Kollegen. „Denn wenns bei denen läuft, können die jede Mannschaft in Grund und Boden spielen”, hat Stefan Wessels jahrelange Erfahrungen aus der Perspektive der Reservebank gesammelt.

Und obwohl kaum einer einen Cent auf einen Punktgewinn des FC an der Isar setzt, geht Wessels die Aufgabe optimistisch an, auch wenn mit Kapitän Dirk Lottner und Jörg Heinrich zwei Stammkräfte wegen Grippe ausfallen.

„Wir sind der 1. FC Köln und können auch Fußball spielen”, sagt er im Brustton der Überzeugung. „Wenn wir unsere wahres Leistungspotenzial abrufen können, haben wir auch in München eine Chance.”

Der Torhüter stuft das Leistungspotenzial der Mannschaft völlig anders ein, als es die Tabelle vermittelt: „Wir können im Mittelfeld der Bundesliga eine gute Rolle spielen. Wir müssen jetzt nur Punkte holen. Denn mit dem Erfolgserlebnis verändert sich auch die Psyche.”

Fünf Monate sind seit dem Umzug des Stefan Wessels von München nach Köln vergangen. „Ich bereue absolut nichts”, betont er. „Bis auf die sportliche Situation stimmt für mich hier alles.”

Wessels ist fest davon überzeugt, dass er auch die für seine sportliche Entwicklung richtige Entscheidung getroffen hat, als er sich für den FC entschied. „Ich spiele. Das ist wichtig”, nennt er seine Priorität. „Ich glaube auch, dass ich das bisher ganz souverän gemacht habe.”

Und das soll auch am Samstag bei den Bayern reichen. Wessels: „Das ist doch ein einfaches Spiel. Da können wir mit einem Punktgewinn ein positives Signal setzen: Hallo, wir sind noch da.”