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Köln: FC-Kapitän Dirk Lottner: „Ein ganz neues Gefühl”

Köln : FC-Kapitän Dirk Lottner: „Ein ganz neues Gefühl”

Beim Gang in die Kabine legte Friedhelm Funkel den Arm um Markus Happe. „Es läuft gut”, attestierte der Trainer des 1. FC Köln seinem Innenverteidiger.

„Ist schon ein tolles Gefühl, vor diesen Fans auf der neuen Südtribüne ein Tor zu erzielen”, freute sich der Mann, der es in der letzten Saison bei Schalke 04 meistens noch nicht einmal geschafft hatte, zur Bank-Besetzung zu gehören.

Jetzt muss Happe gemeinsam mit Thomas Cichon hinten den Laden zusammen halten. Woran es bei der Heimpremiere des FC in der 2. Liga beim 4:3-Erfolg gegen den MSV Duisburg aber noch haperte.

„Wir waren in der Schlussphase die glücklichere Mannschaft”, befand Funkel. Doch diese Feststellung ist nur teilweise richtig. Denn der FC hatte nicht nur drei schwere Abwehrfehler zu bieten, die zu den MSV-Treffern durch Gomis, Ebbers und Güvenisik führten, sondern stellte mit Dirk Lottner auch den Mann des Abends.

Drei der vier Kölner Tore bereitete der Kapitän vor. Springers 1:1 ging ein Lottner-Freistoß voraus, dem 3:1 durch Happe ein Eckball und dem 4:3 durch Springer eine präzise Flanke. Nur beim Scherz-Volltreffer war er unbeteiligt.

„Als Vorbereiter habe ich das gesehen, was ich von ihm erwarte”, blieb Funkel betont sachlich. „Aber man muss fairerweise ergänzen, dass der Dirk das auch von sich selber erwartet.”

Und weil das beim Auftaktsieg in Karlsruhe nicht wunschgemäß geklappt hatte, übte Lottner am Donnerstag im Training intensiv Standardsituationen. „Die sind unsere Stärke, die müssen wir nutzen”, sagt der Trainer.

Zwei Spiele, zwei Siege - jetzt hoffen die Fans, dass diese Erfolge eine Eigendynamik entwickeln, die den FC auf Bundesligakurs bringt. Auch wenn es momentan in allen Mannschaftsteilen noch nicht richtig rund läuft.

Selbstvertrauen haben die „Geißböcke” jedenfalls schon. Dass das aber nicht ins Uferlose wächst, dafür sorgt Funkel. „Wir haben erst zwei Spiele hinter uns”, betont der Trainer, „und noch viel Arbeit vor uns.”

Zumindest atmosphärisch wird es bei den Heimspielen stimmen. Denn die neue Südtribüne sorgt auf der Baustelle RheinEnergie-Stadion für ein besonderes Flair. Das spornt an. Dirk Lottner: „Ein ganz neues Gefühl.”