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Köln: FC-Beton gegen Bayerns Sturm

Köln : FC-Beton gegen Bayerns Sturm

Zvonimir Soldo gehen die Defensivkräfte aus. „Ich habe noch vier Verteidiger”, sagte der Trainer des 1. FC Köln am Tag vor dem Spiel gegen Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München und zählt auf: „Kevin, Pedro, Dodo und Miso.”

Gemeint sind McKenna, Geromel, Mohamad und Brecko. Das Quartett, das am Samstag (15.30 Uhr) wahrscheinlich die Viererkette bilden wird und die eigene rote Zone gegen die zu erwartenden bayerischen Attacken abschotten soll.

Christopher Schorch (Kreuzbandriss), Kevin Pezzoni (Muskelfaserriss), Pierre Womé (Bluterguss im Oberschenkel), Taner Yalcin (Knieprellung) und Adil Chihi (Syndesmosebandriss) fallen für das Duell mit dem Rekordmeister aus. Fabrice Ehret wird auf der Bank sitzen. „Er ist noch nicht so weit, dass ich ihn von Anfang an bringen könnte”, sagt Soldo. Zurückkehren ins Team wird Maniche nach überstandener Fußprellung und guten Trainingseindrücken in dieser Woche. Der Portugiese soll die Fäden in der Offensive ziehen.

Nun wäre Ehret der richtige Mann gewesen, um zumindest von der Schnelligkeit her mit Arjen Robben Schritt zu halten. Das müssen nun Brecko und Adam Matuschyk gemeinsam versuchen. „Gegen Ribéry und Robben haben wenige Spieler in 1:1-Situationen eine Chance”, lässt sich der FC-Trainer davon nicht beunruhigen. „Wir müssen das als Mannschaft lösen.”

Nach seinem Debüt beim 0:0 in Leverkusen baut Soldo also weiterhin auf Matuschyk. Der polnische U21-Nationalspieler ist schnell, technisch stark und taktisch gut geschult. Gemeinsam mit Brecko stabilisierte er schon am vergangenen Samstag auf der anderen Rheinseite das linke defensive Mittelfeld. Das hat Vertrauen geschaffen bei Trainer und Mannschaftskollegen. Deshalb wird Soldo in diesem Mannschaftsteil auch keine Veränderungen vornehmen. „Er wird von Beginn an spielen”, bestätigt er.

Mehr Sorgen dürfte dem Kroaten da schon die rechte Seite machen, auf der es Kämpfer McKenna mit Bayerns personifizierter Kreativwerkstatt Franck Ribéry zu tun haben wird. Doch Soldo will das Spiel nicht auf wenige Akteure reduzieren. „Wir müssen gegen die Bayern genau so auftreten wie in Leverkusen”, sagt er. „Dann haben wir auch eine Chance.”

Der 42-Jährige sortiert Leverkusen und München auf einem Niveau ein. „Beide sind gleich stark.” Was auch Folgen für die eigene Ausrichtung hat. „Wir spielen gegen Bayern. Da werden wir das Spiel nicht bestimmen”, kündigt Soldo an, was die 50.000 Zuschauer erwarten dürfen. In erster Linie kämpfende, rackernde, verteidigende Kölner. Profis, die sich zunächst einmal auf die Grundtugenden besinnen sollen, um dann den großen Favoriten vielleicht doch noch zu überraschen. „Offensiv sind die Bayern sehr stark”, weiß Soldo. „Hinten haben sie aber auch ihre Probleme. Wir werden unsere Möglichkeiten bekommen.” Zumal mit Demichelis (Jochbeinbruch) ein Innenverteidiger ausfällt. Das will der FC schnell konternd nutzen.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - McKenna, Geromel, Mohamad, Brecko - Petit, Matuschyk - Freis, Maniche, Podolski - Novakovic