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Düren: Evivo: Der Lehrling plant das Meisterstück

Düren : Evivo: Der Lehrling plant das Meisterstück

Auf den beiden Leinwänden in der Arena Kreis Düren flimmerten Höhepunkte der Spielzeit. Heriberto Queros grandioser Auftritt im Bonner Champions-League-Spiel gegen Italiens Meister Treviso beispielsweise.

Via Bildschirm dankten Evivo-Spieler ihrem Trainer. Der stand unten in der abgedunkelten Arena und schaute wie 3500 Zuschauer gerührt auf die bewegten und bewegenden Bilder, die Lothar Kraft, Sportlehrer am Vossenacker Franziskus-Gymnasium, zur Verabschiedung von Trainer Bernd Werscheck zusammengestellt hatte.

Während Evivo Düren nach dem 3:1 über den VfB Friedrichshafen auch auf diese Weise seinem scheidenden Trainer, der als Manager dem Verein erhalten bleiben soll, dankte, würdigte Stelian Moculescu seinen Noch-Kontrahenten keines Blickes. Der Coach des sechsfachen Deutschen Meisters vom Bodensee hatte zwar nach der zweiten Final-Niederlage gegen Düren Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein per Handschlag gratuliert, aber nicht Bernd Werscheck. Der bedankte sich per Hallenmikro auf seine Weise: „Stelian, auch wenn du mir nicht gratulierst, ich freue mich trotzdem über den Sieg.”

Das Verhältnis zwischen Vereins- und Bundestrainer auf der einen sowie dem scheidenden Coach auf der anderen Seite ist frostig. „Eigentlich hatte ich ein entspanntes Verhältnis zu ihm, der ja anerkanntermaßen der erfolgreichste Trainer in Deutschland ist”, schildert Werscheck aus seiner Sicht den Abkühlungsprozess, den er nach dem ersten Sieg Dürens überhaupt über den VfB Friedrichshafen entdeckt hat. Das war im Oktober. Ganz kalt wurde es nach Werschecks Meinung nach dem ersten Finalspiel am Bodensee. Vor der Partie waren Häfler und Dürener aneinandergeraten, weil der Gastgeber sich nicht an die Bundesliga-Statuten des Aufwärmprogramms gehalten hatte.