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Gelsenkirchen: Ermittlungen wegen Unterschlagung gegen Assauers Ex-Frau

Gelsenkirchen : Ermittlungen wegen Unterschlagung gegen Assauers Ex-Frau

Mit einem Facebook-Aufruf und einer Strafanzeige gegen seine Ex-Frau kämpft Rudi Assauers Tochter Bettina Michel um vermisste Erinnerungsstücke des ehemaligen Fußball-Managers. Wie die Polizei am Dienstag bestätigte, hat Michel gegen die Ex-Frau ihres Vaters, Britta Assauer, Anzeige erstattet, weil persönliche Gegenstände und Möbel aus dem Besitz des an Demenz erkrankten Mannes verschwunden sein sollen.

Die Polizei hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Britta Assauers Anwalt Burkhard Benecken wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht umfassend äußern. Am vergangenen Mittwoch habe seine Mandantin nach einem gerichtlichen Vergleich das Haus, in dem sie seit der Trennung allein wohnte, an Assauer zurückgegeben. Benecken bestätigte auf dpa-Anfrage, dass das Haus bei der Übergabe leer gewesen sei. „Jetzt muss erstmal geprüft werden, welche Gegenstände da angeblich unterschlagen worden sind”, so der Anwalt.

Medienberichten zufolge sind inzwischen Assauer-Fans aufgefordert, sich an der Suche nach den vermissten Gegenständen zu beteiligen: Am Sonntag erschien auf Rudi Assauers offizieller Facebook-Seite ein Eintrag - laut „WAZ” hat Bettina Michel ihn nach Absprache mit ihrem Vater in seinem Namen verfasst. Beklagt wird das Fehlen persönlicher Gegenstände, wie einem Pokal und einem Zigarrenbefeuchter, nachdem das Haus übergeben worden war. „Nichts von dem, was einmal mein Leben bestimmt hat, war noch in irgendeiner Form vorzufinden”, heißt es dort. „Bild”-Zeitung und „WAZ” (Dienstagsausgaben) berichteten, daraufhin seien Hinweise eingegangen, dass Gegenstände, die aus Assauers Besitz stammen könnten, im Internet versteigert wurden.

Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Schalke-Manager nach nur einem Jahr Ehe die Scheidung eingereicht. Das Verfahren dazu läuft noch. Ein Streitpunkt war das früher gemeinsam genutzte Haus in Gelsenkirchen, so ein Sprecher des Oberlandesgerichts. Britta Assauer habe sich in einem Vergleich im April bereiterklärt, das Haus binnen einer Frist zu räumen.

(dpa)