1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Ein „kleiner Großer” zeigts den Kleinen

Köln : Ein „kleiner Großer” zeigts den Kleinen

Arnold ist ein pfiffiges Kerlchen. Elf Jahre jung ist er. Mit Leichtigkeit jongliert er den Ball. Arnold besucht die Fußballschule des 1. FC Köln. Seit Dienstag ist dort alles ein wenig anders geworden am Geißbockheim, wo neben den älteren Nachwuchs-Jahrgängen rund 100 Fußball-Kids der Altersklassen U8 bis U15 auch während der Herbstferien täglich das FC-Trainingscamp besuchen und fleißig üben.

Thomas „Icke” Häßler, der beim FC einen Einjahres-Vertrag unterschrieb, ist dorthin zurückgekehrt, wo 1984 seine Profi-Karriere begann. Und weil der elfjährige Arnold eben ein pfiffiges Kerlchen ist, weiß er natürlich, wer Häßler ist: „Der ist Weltmeister von 1990 und hat über 100 Länderspiele gemacht.”

Genau waren es 100 und ein Länderspiel, die der gebürtige Berliner „Icke” Häßler absolvierte und dabei elf Tore erzielte. Und oft genug spielte Köln eine Rolle im Leben des Berliners. Hier lebt er seit dem vorigen Jahr, als er die Trainerlizenz an der Sporthochschule erwarb. Hier schoss er in der Qualifikation zur später dann gewonnenen WM 1990 sein wohl wichtigstes Tor als Nationalspieler: das 2:1 gegen Wales im Müngersdorfer Stadion. Hier trug er von 1984 bis 1990 das „Geißbock”-Trikot 149 Mal (17 Tore). Hier beendete der Fußballer des Jahres 1989 und 1992 am 22. August 2005 mit einem Abschiedsspiel seine aktive Laufbahn.

Nun ist er wieder da, wo alles begann. Häßler wird den FC-Nachwuchs in Gruppen sowie individuell in Sachen Technik trainieren und schulen und die taktische Entwicklung der Nachwuchsspieler vorantreiben. Cheftrainer Hanspeter Latour: „Auch bei den Profis wird Thomas Häßler integriert, weil er den Spielern vor allem bei Standards sicher den einen oder anderen Trick beibringen kann.”