1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Portimao: Dirk Lottner: „Ich bin kein Effenberg-Typ”

Portimao : Dirk Lottner: „Ich bin kein Effenberg-Typ”

Dirk Lottner wirkt äußerst konzentriert. Der Kapitän des 1. FC Köln weiß, dass er derzeit auf dem Platz nicht die erste Geige spielt. Aber Lottner will noch einmal angreifen und nicht von Bord gehen.

Deshalb arbeitet der 31-Jährige derzeit im Trainingslager des Bundesligisten in Portimao wie ein Besessener. „Ich will erst mal das gerade rücken, was ich mit eingebrockt habe”, sagt er. „Und wenn der FC nicht absteigt, dann setze ich mich gerne auf die Bank.”

Stammplatz auf der Bank

Die Reservebank ist Dirk Lottners Stammplatz seit Mitte November. Was der Linksfuß auch akzeptiert. „In den letzten vier Spielen vor der Winterpause hat sich eine Stammelf herauskristallisiert, zu der ich nicht gehöre”, schildert Lottner realistisch seine Sicht der Dinge. „Aber ich werde meine Chance bekommen, die ich dann nutzen will. Ich will mich nicht damit abfinden, dauerhaft auf der Bank zu sitzen.”

Angebote und Gespräche mit anderen Klubs gab es in der Winterpause. So klopfte unter anderem der MSV Duisburg an. Doch ein Wechsel kommt für den FC-Spielführer frühestens im Sommer in Frage: „Dann läuft mein Vertrag beim FC aus. Und es ist schon ein ganz gutes Gefühl zu wissen, dass es Klubs gibt, die mich gerne verpflichten würden. Mal sehen, wie sich die Dinge entwickeln.”

„Geiler Fußballer”

An der Person Dirk Lottner scheiden sich in Köln die Geister. Die einen halten ihn für den besten Fußballer im FC-Kader, die anderen für nicht mehr Bundesliga-tauglich. Für den Shootingstar des Teams, Lukas Podolski, ist er ein Vorbild. Oder, wie es der 18-Jährige formuliert, ein geiler Fußballer”.

Einer jedenfalls, an dem sich die anderen abseits des Spielfeldes immer noch orientieren, dessen Wort im Kader großes Gewicht hat. Auch wenn er bei Trainer Marcel Koller derzeit nur zweite Wahl ist.

Was Dirk Lottner auf die Palme bringt, ist die Kritik an der Tatsache, dass er keiner ist, der eine Mannschaft mitreißen kann, wenn es mal nicht läuft. „So bin ich eben nicht”, betont Lottner. „Ich werde mich auch nicht verstellen. Ich bin eben kein Effenberg-Typ, der grätscht, kratzt und trotzdem Akzente setzt.” Aber er ist ein Typ, der sich mittlerweile ganz in den Dienst der Mannschaft stellt.

Fitness ist wichtig

Lottner ist vom Klassenerhalt überzeugt. Auch von seiner Rolle, die er dabei zu spielen gedenkt. „Ich bin gut drauf, fühle mich gut und habe schon oft genug bewiesen, dass ich für die Mannschaft wichtig sein kann”, gibt er sich kämpferisch: „Mein Ziel ist es in der Rückrunde, dass der FC in der Bundesliga bleibt und ich wieder zu den ersten Elf gehöre.”

Und dafür arbeitet er hart und konsequent an der Algarve. Denn für ihn sei körperliche Fitness besonders wichtig, sagt er. Und Dirk Lottner verspricht den FC-Fans, dass er alles dafür tun wird, um am Saisonende seinen Anteil am Klassenerhalt geleistet zu haben.