Aachen: Die nächste Puzzlerunde: Erik Meijer bastelt weiter

Aachen: Die nächste Puzzlerunde: Erik Meijer bastelt weiter

Wenn Probleme verkleidete Möglichkeiten sind, hat Aachens Manager Erik Meijer eine schöne Zeit vor sich. Alemannia bleibt auch in der nächsten Saison eine Low-Bugdet-Produktion, die Pokalerfolge schlagen sich nicht im Sportetat nieder.

Er bleibt unverändert. „Das Geld brauchen wir, um am Leben zu bleiben.” Eine Beschwerde soll das nicht sein, Meijer kennt die Voraussetzungen: Der Verein hat sich dauerhaft mit einem überehrgeizigen Stadionprojekt den Handlungsspielraum genommen.

Und doch lässt das neue Kaderpuzzle schon Konturen erkennen. Der Sportdirektor hat seine Wunschkandidaten überzeugt: Die Leistungsträger Kratz, Stehle und Achenbach haben ihre auslaufenden Verträge um mindestens zwei Jahre verlängert.

Das ist ein erstes gutes Zwischenergebnis, in der nächsten Runde wird der Limburger mit Stuckmann, Zdebel, Burkhardt, Herzig und Unger sprechen, deren Verträge im Sommer auslaufen. „Wer hat also die Leistung hier gebracht, wer soll hier bleiben?” ist naturgemäß das Thema. Die Antwort dürfte in fast allen Fällen ernüchternd ausfallen. Fast alle der Profis hatten mehr Arzt- als Spieltermine. Bis Mitte März will Meijer die Weichen stellen.

Anruf beim Hamburger SV

Ungeklärt ist auch die Zukunft von Tolgay Arslan. Der Techniker gehört dem Hamburger SV, der gerade enorm mit sich selbst beschäftigt ist. Und noch weiß der Klub nicht, welche Ideen der Trainer in der nächsten Saison verfolgt. Meijer wird bei seinem Ex-Verein anfragen, er will den 20-Jährigen in Aachen halten. „Er hat das Potential, ein guter Zweitliga-Spieler zu werden, aktuell ist er einfach ein Zweitliga-Spieler.” Zu sehr schwanken die Leistungen des Spielmachers bislang.

Ein anderer Spieler könnte den Tivoli im Sommer verlassen, obwohl er noch einen langfristigen, gut dotierten Vertrag in Aachen besitzt. „Wir suchen eine Möglichkeit mit dem Berater von Babacar Gueye, wie der Junge wieder mehr Einsatzzeiten bekommen kann.” Der Senegalese ist noch ohne Saisontor, schon seit Wochen liegt da Kapital auf der (Ersatz)-Bank - ohne große Rendite.

Eine Kölner Krawallzeitung hatte am Wochenende schon den Wechsel Marco Högers zum 1. FC Köln vermeldet. Diese Geschichte hat einen so ähnlichen Wahrheitsgehalt wie das tägliche Horoskop. Fakt sei, sagt Högers Berater, Michael Schulz, dass der 21-Jährige von sieben, acht Vereinen beobachtet werde (am Samstag saßen zum Beispiel Gladbachs Steffen Korell und Max Eberl auf dem Hochstand).

Fakt sei aber auch, dass es nur ein vages Interesse hier und da gebe. „Fest steht, dass nichts feststeht. Es gibt kein Angebot.” Zudem fühle sich Höger (Vertrag bis 2012) „superwohl in Aachen. Es gibt keinen Grund, dass er mit aller Gewalt wechselt.”

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