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Aachen: Die Nachfrage für Sascha Rösler wächst und wächst

Aachen : Die Nachfrage für Sascha Rösler wächst und wächst

Den Spind hat Sascha Rösler schnell geräumt. Gladbachs aussortierter Profi musste die Profi-Kabine umgehend verlassen. „Da habe ich ein paar Tage dran zu knabbern gehabt, schließlich habe ich viel Herzblut in den Klub gesteckt”, sagt der 31-Jährige. „Es ist nichts vorgefallen, ich bin einfach rausgeschmissen worden.”

Rösler ist zu den Amateuren umgezogen, für die er nicht spielen muss. Die Ehrenämter als Vize-Spielführer und Mitglied des Mannschaftsrats ließ er zurück.

Natürlich bleiben auch nach einer Woche Fragen zurück. Schließlich ist der Anführer der Mannschaft nur zu Saisonbeginn vom Aufstiegstrainer Jos Luhukay eingesetzt worden. Zwischenlösung Christian Ziege und finale Lösung Hans Meyer setzten nicht mehr auf ihn.

Sein Start in die Saison sei nicht gut gewesen, meint Rösler. Zudem sei seine Umschaltposition zwischen Abwehr und Angriff für das Abenteuer Bundesliga geopfert worden. Der Mittelfeldstürmer sagt, er habe sich nichts vorzuwerfen. „Ich habe mich im Training richtig reingehauen.”

Immer noch steht der Nachweis aus, dass Rösler mehr ist als ein guter Zweitliga-Spieler. „In Aachen und Ulm hatte ich gute Bundesliga-Jahre, aber die größten Erfolge hatte ich in der 2. Liga, das stimmt schon. Aber vom Potential kann ich sicher in der 1. Liga mithalten.”

Sein Marktwert hat unter der schnellen Demission nicht sonderlich gelitten. Die Nachfrage wächst. Das Interesse von Bielefeld, Nürnberg, Kaiserslautern, Düsseldorf oder auch Alemannia gilt als gesichert.

Sein Berater weilt derzeit in den USA, wird die Lage nächste Woche mit seinem Klienten besprechen. Ohnehin gilt als größtes Hindernis die schnelle Einigung mit Borussia, bei der Rösler noch bis Mitte 2010 einen gut dotierten Vertrag besitzt.

Am Tivoli beschäftigten sich beim letzten Heimspiel bereits die Fans mit der Personalie. Für die einen ist er ein willkommener Helfer, für die anderen ein unerwünschter Verräter. „Die Reaktion ist völlig normal, schließlich ist es immer eine heiße Kiste, wenn man von Aachen zur Borussia wechselt.”