1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Mönchengladbach: Die Mönchengladbacher „Wunden sind geleckt”

Mönchengladbach : Die Mönchengladbacher „Wunden sind geleckt”

Peter Neururer hat einmal den wunderschönen Satz gesagt: „Die Stimmung ist eigentlich wie vor dem Spiel. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir aus dieser äußerst großen Minimalchance, minimaler geht´s gar nicht mehr, eine etwas kleinere gemacht haben, die größer geworden ist.”

Derzeit ist Trainer-Poet Neururer beim MSV Duisburg engagiert, Zweitligist mit Ambitionen - trotz zuletzt gezeigten Schwächen in der Liga (1:4 in Kaiserslautern, 0:3 gegen Bielefeld). Duisburgs Aussicht, im DFB-Pokal heute die 3. Runde zu erreichen, ist größer als minimal, aber kleiner als die große Chance von Borussia Mönchengladbach, nach sechs Jahren mal wieder ins Achtelfinale des nationalen Pokal-Wettbewerbs einzuziehen. Ein Erstligist ist zu Hause gegen einen Zweitligisten immer der Favorit.

Klar ist indes nur: Flutlicht, 50.000 Fans, Pokalstimmung. Und Gladbachs „Wiederauferstehung”? Michael Frontzeck, der Gegenentwurf zu Peter Neururer und Borussias Trainer, sagt: „Die Wunden sind geleckt.” Aufgebrochen wurden sie mit drei Gegentoren in den letzten sechs Minuten beim 2:4 gegen 1899 Hoffenheim am Samstag. Und das wird die Frage des Abends sein ab 19 Uhr: Haben die Mönchengladbacher schon die Lehren gezogen? Und haben sie Kraft genug, 90 oder 120 Pokal-Minuten zu überstehen? Gegen Hoffenheim, nach einem wahnsinnig laufintensiven Spiel, waren die Borussen am Ende konditionell ziemlich am Ende. Eine Woche zuvor in Nürnberg gingen die Gladbacher auch in der 90. Minute noch volles Tempo, ein generelles Problem scheint nicht vorzuliegen.

Der Borussia hätte gegen Hoffenheim die Einwechslung von „Dauerläufer” Michael Bradley gut getan in der Endphase, heute stehen die Chancen jedenfalls gut für den US-Amerikaner, wieder einmal in der ersten Elf zu stehen. Thorben Marx plagen muskuläre Probleme im Oberschenkel, er muss passen. Weitere Gründe, um wegen der Belastung zu rotieren, sieht Michael Frontzeck nicht, „so etwas können die Spieler wegstecken”.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Bradley, Meeuwis - Matmour, Arango - Colautti, Bobadilla