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Mönchengladbach: Die Borussia will Kontinuität

Mönchengladbach : Die Borussia will Kontinuität

Hätten sich Jupp Heynckes und Borussia Mönchengladbach am Montag nach ihrer sechsstündigen Sitzung getrennt, wäre die durchschnittliche Verweildauer der Trainer bei dem Fußball-Bundesligisten vom Niederrhein seit März 2003 auf neun Monate gesunken.

Neun Monate sind selbst in der kurzlebigen Fußball-Bundesliga rein gar nichts. Und so ist der Satz von Rolf Königs voller Logik: „Endlich Kontinuität”, will der Präsident auf der Position des Cheftrainers bekommen, „wir sind der vollen Überzeugung, dass ein mittel- und langfristiger sportlicher Aufschwung nur dann möglich sein wird.” Den Worten folgen Taten: Jupp Heynckes, 61, bleibt sportlich in der Verantwortung bei der Borussia.

Dass in dieser Saison der Aufschwung „nur” mit dem Klassenerhalt enden soll, war zwar anders geplant, aber jeder andere Gedanke verbietet sich von selbst. Dafür wird alles hinterfragt. Die Spieler bekamen mit auf den Weg in den Weihnachtsurlaub „darüber nachzudenken, was sie hier in den vergangenen Monaten abgeliefert haben”, so Peter Pander.

Der Sportdirektor, längst auch nicht mehr außerhalb der Kritik arbeitend, wird in der Winterpause mehr als nur einen Blick auf den Transfermarkt werfen. Ein Innenverteidiger, ein dynamischer Mittelfeldakteur und (endlich) ein Stürmer, der auch Tore schießt, sollen nach Informationen unserer Zeitung den Weg in den Borussia-Park finden.

Jupp Heynckes („Auch wir im Trainerstab werden unsere Arbeit genau überprüfen”) wird wohl auch personelle Konsequenzen ziehen: „Wir wissen, was wir zu tun haben. Das wird nicht unbedingt jedem gefallen, doch Borussias Zukunft ist wichtiger als persönliche Interessen.”