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Köln: Der FC vertraut sich Michael Meier an

Köln : Der FC vertraut sich Michael Meier an

Vor zwei Wochen fand in Essen bei der Baufirma Hochtief ein interessantes Treffen statt. Michael Meier referierte dort über die Möglichkeiten, in Aachen ein Stadion hochzuziehen.

Dortmunds ehemaliger Manager, durchaus erfahren in solchen Fragen, zeigte Konzepte auf, wie das Projekt endlich auch in Aachen realisiert werden könnte. Der 56-Jährige berät das Essener Unternehmen, das auch schon die Arena in Gladbach errichtet hat.

Bis zum 30. Juni war Meier noch Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA. Nach über 15 Jahren verließ er unter Tränen den Bundesligisten. Meier wurde mit Gerd Niebaum für die existenzbedrohende Finanzkrise beim ehemaligen Champions-League-Sieger verantwortlich gemacht.

Vor dem Stadion gingen die Fans auf die Barrikaden, im Stadion hängten sie wütend ihre Transparente auf. Meier ging von Bord, und viele Mitarbeiter trauerten ihm nach. Der erfahrene Manager galt als sehr integer und kommunikativ - im Gegensatz etwa zum geschassten Präsidenten.

Nach dem emotionalen Abschied mied Meier zunächst die große Bühne, er wollte ein „Sabbat-Jahr” einlegen. „Ich wollte etwas außerhalb des Fußballs machen, was mich reizt”, sagt er über seine Beratertätigkeit.

Zwei Wochen später hat Meier, dessen dritte Tochter Anfang des Monats geboren wurde, nun andere Pläne, die wieder mit Fußball intensiver zusammenhängen. Aller Voraussicht nach wird er schon in den nächsten Stunden als neuer Manager des 1. FC Köln vorgestellt.

Klubchef Wolfgang Overath bestätigte am Dienstag die Verhandlungen, „aber unterschrieben ist noch nichts”. In der „Westfälischen Rundschau” ist Meier dagegen so zitiert: „Es stimmt. Ich stehe mit Köln in Kontakt.”

Meiers „Gegenkandidat” Rolf Rüssmann verabschiedet sich aus dem Kandidatenkreis, und auch die Idee, Berlins Michael Preetz zu verpflichten, wurde verworfen.

Für Meier würde sich der Kreis schließen. Von 1981 bis 1987 arbeitete er beim 1. FC Köln als geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Es waren seine ersten Schritte im Profifußball. In diese Epoche fiel auch die Beförderung von Christoph Daum zum Cheftrainer. In diesem Fall wird sich die Geschichte nicht wiederholen. Unverändert gilt Klaus Toppmöller als heißer Kandidat für die Nachfolge von Uwe Rapolder.