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Mönchengladbach: Denkzettel für Heinz, Melka und Ulich

Mönchengladbach : Denkzettel für Heinz, Melka und Ulich

Die Aktion „Ich bastel mir in der Winterpause eine neue Mannschaft” ist vordergründig gelungen - was den ersten Schritt angeht.

Ein Sieg daheim gegen Bielefeld - aber am Samstag folgt für Borussia Mönchengladbach und ihren Bastelkreis-Vorsitzenden Dick Advocaat Teil zwei: die Herausforderung in Dortmund. Für den holländischen Trainer ein Spiel, dass „für beide sehr wichtig ist”.

Aber dennoch sieht er nicht nur den einen Punkt mehr auf dem Konto des BVB als Unterschied zwischen den Kontrahenten: „Für uns ist es normal, da unten zu spielen. Für Dortmund nicht. Da geht es normaler Weise um die Meisterschaft.”

Normal aber ist es auch nicht, in das zweite Spiel der Rückrunde mit womöglich einem halben Dutzend Novizen zu starten. Filip Daems beginnt, der Einsatz von Wesley Sonck - Knie verdreht - entscheidet sich am Samstag.

Da die Ersatzbänke qua Regel aber auf sieben Spieler-Sitzplätze beschränkt sind, führt dieser Verdrängungsprozess schon mal zu einigen Überraschungen.

So plumpsen Marek Heinz, Ivo Ulich und Torhüter Michael Melka von den den Spielbögen. Dafür tauchen Nico van Kerckhoven (als Ersatz für Marcelo Pletsch, der für den gelbgesperrten Jeff Strasser verteidigt) sowie der zuletzt aussortierte Keeper Darius Kampa und Eugen Polanski auf. „Sie haben sehr gut trainiert. Das ist auch wichtig. Und das kann man nicht von jedem sagen”, begründet Advocaat das neue Dreh-Tür-Prinzip.

Vorstellbar aber ist auch, dass dem strengen Fußballlehrer nicht schmeckt, wie einige Profis beim und nach dem Bielefeld-Spiel sich verhalten haben, nachdem sie nicht (mehr) zur ersten Elf gehörten. Denn dass Melka mit Torwarttrainer Uwe Kamps schlecht trainiert hat, ist kaum vorstellbar.

Eine Gefahr, dass eine positive Wettkampf-Atmosphäre durch die Degradierten vergiftet wird, sieht Advocaat nicht. „Ich glaube nicht, dass wir soviel Stars haben, die das machen können.”

Dafür mit Marcell Jansen (19) und Polanski (18) zwei Nachwuchs-Spieler, die zusätzlich für frischen Wind sorgen. Beide sind ab sofort Profis.