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Köln: Den Meister schlagen und dann absteigen

Köln : Den Meister schlagen und dann absteigen

Andreas Rettig ist die Schwarzmalerei satt. „Hier bricht beim Abstieg nichts zusammen”, stellt der Manager des 1. FC Köln fest, „und das ist entscheidend.”

Dass es in Liga 2 für die Geißböcke in der nächsten Saison weitergehen wird, dürfte am Samstagnachmittag auch rechnerisch fest stehen. Selbst wenn dem Bundesliga-Letzten vor 50.200 Zuschauern das Kunststück gelingen würde, Meister Bayern München zu schlagen.

Doch das aktuelle sportliche Geschehen spielt in den Köpfen der FC-Verantwortlichen längst nicht mehr die Hauptrolle. Diese völlig verkorkste Saison ist abgehakt. Es geht nur noch darum, das Ende der Spielzeit möglichst schmerzfrei zu erreichen. „Mit Kampf, Einsatz und Leidenschaft kann man auch die Bayern ärgern”, stellt Trainer Marcel Koller auch deshalb fest. „Wir können die Meisterschaft mit entscheiden.”

Dabei muss Koller gleich auf neun Spieler verzichten: Florian Kringe (Gelbsperre), Carsten Cullmann, Andrej Voronin, Jörg Heinrich, Marius Ebbers, Sebastian Schindzielorz, Giovanni Federico, Thomas Cichon und Dirk Lottner (alle verletzt).

Vielleicht kann der FC ja noch einmal ein Zeichen setzen und zeigen, dass doch viel mehr Qualität im Kader steckt, als es der Tabellenplatz aussagt. Darauf setzt auch Koller. „Wir waren in der Rückrunde bisher in keinem Spiel schlechter als der Gegner”, blickt der Schweizer zurück. „Wir hatten immer unsere Chancen, die wir aber zu selten genutzt haben. Und in der Abwehr haben wir viele Böcke gehabt.”

Damit sich dieser Trend in der 2. Liga nicht fortsetzt, sollen die Schwachstellen im Team verstärkt werden. Zum Beispiel mit Timo Achenbach. Der 21-jährige Vertragsamateur, von Borussia Dortmund bis zum Saisonende an den VfB Lübeck ausgeliehen, könnte die linke Defensivseite abdichten. Noch ist nicht klar, ob er zum BVB zurück muss.

„Ein interessanter Mann”, sagt Andreas Rettig. „Aber zunächst einmal muss er mit Dortmund klar kommen.” Zudem stehen die Kölner in aussichtsreichen Gesprächen mit Christian Lell, einem zentralen Abwehrspieler der Bayern-Amateure. Ein klares Wort sprach Rettig auch in Sachen Marius Ebbers: „Er ist unser einziger Strafraumspieler. Er bleibt.”