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Walheim: Daun schießt das erste Saison-Tor

Walheim : Daun schießt das erste Saison-Tor

Die erste Frage der Saison blieb 30 lange Minuten unbeantwortet: Wer eröffnet Alemannias Saison 2008/09 mit dem ersten Treffer? Die Partie am Freitagabend bei Hertha Walheim bot zunächst ausreichend Möglichkeiten.

Kopfball Szukala (3.), Torschuss Daun (immer noch 3.), Flugkopfball Auer (8.), Kopfball Lehmann an die Latte (11.), Alleingang Plaßhenrich (27.) - nichts passierte, obwohl Aachens Trainer Jürgen Seeberger viele Treffer gefordert hatte.

Ein schnöder Handelfmeter musste schließlich nach einer halben Stunde herhalten. Markus Daun gewann nach der peniblen Entscheidung von Schiedsrichter Denis Kraus gleich zwei Duelle. Zunächst setzte er sich teamintern gegen den ebenfalls interessierten Matthias Lehmann durch. Und dann - noch wichtiger - überwand er Walheims Keeper Stefan Delheid. Der A-Jugendspieler machte ein herausragendes Spiel. 2000 Kronzeugen bestaunten seine Paraden.

„Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir uns sehr ordentlich präsentiert”, urteilte Herthas neuer Trainer Elmar Höfer. Erst eine Woche ist seine Mannschaft im Training, agierte am Freitag zum ersten Mal seit Vereinsgründung mit einer Viererkette in der Abwehr. 70 Minuten lang waren die Gastgeber keineswegs ein Gegner, der sich ergebnisorientiert verschanzte. „Die waren gut organisiert”, urteilte Profi-Trainer Jürgen Seeberger über die Amateure.

Dann waren die Kräfte ermattet. Holtby nach rasanter Vorarbeit von Fiel (65.), Vukovic mit einem gekonnten Schlenzer in den Winkel (70.) und Popova mit einem Fernschuss (84.) schraubten das Ergebnis dann auf 4:0 gegen den Kooperationspartner. „Wir mussten über die Schmerzgrenze gehen”, gab Heimkehrer Markus Daun zu. „Wir hätten uns sicherlich mehr bewegen müssen, aber nach den vielen Einheiten haben wir auch ein bisschen Recht, müde zu sein.”

So urteilte auch sein Trainer eher milde. „Das war ein schöner Abschluss einer harten Trainingswoche”, war Seeberger, der bis auf Nemeth, alle Spieler mindestens eine Halbzeit lang einsetzte, dann leidlich zufrieden. „Wir haben gesehen wie schwer es ist, Tore zu schießen.”

Für Walheim war es das Spiel des Jahres, und vermutlich ist die Ausgangslage in vier Wochen für Wegberg-Beeck nicht anders. „Das wird im Pokal ähnlich werden”, vermutete Seeberger. Mit Sicherheit wird die Profitruppe dann aber ausgeruhter sein. Nach zehn Trainingseinheiten und einem Spiel steht auf dem Stundenplan fürs Wochenende: frei.