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Köln: Daum wird „immer ein Teil dieser Region sein”

Köln : Daum wird „immer ein Teil dieser Region sein”

Was war es nun, was Christoph Daum da an Gedanken veröffentlicht hat über sich und seine Zukunft beim 1. FC Köln? Ein Bekenntnis zum Verein? Wenn es denn eines war, so lässt sich einmal mehr zwischen den Zeilen alles und nichts in seine Aussagen interpretieren. Daum, der Emotionsmensch, bleibt zweideutig und lässt jede Menge Spielraum.

„Wir müssen wissen, ob er weitermacht, denn so sind wir nicht handlungsfähig. Wir befinden uns in einer Situation, in der wir nicht agieren können. Wir können nur reagieren”, klagte vor Wochen bereits FC-Chef Wolfgang Overath.

An der Unwissenheit der Vereinsverantwortlichen hat sich trotz des Aufstiegs nichts geändert. „Ich will die Mannschaft in Ruhe auf das Spiel in Kaiserslautern vorbereiten. Danach werden wir uns zusammensetzen”, sagt der Trainer.

Dieses Hinauszögern impliziert jedoch ebenso wie andere Bemerkungen Daums, dass sein Abgang beim FC naht. Auch ein Vertrauter des Trainers sagt: „Vom Trend her wird er gehen.” Diese Trennung könne nach dem Aufstieg allerdings auch im guten Einvernehmen über die Bühne gehen.

Daum fühlt sich wohl in dieser Stadt, und dies hat er in diesen Tagen noch einmal deutlich unterstrichen. „Wir haben uns hier einen sehr guten Freundeskreis aufgebaut, das soziale Umfeld ist klasse und die Lebensqualität sehr hoch. Ich werde immer ein Teil dieser Region sein und mein Haus hier behalten, egal wo ich arbeite”, erklärte Daum.

Die Arbeit beim 1. FC Köln, der am Mittwoch den Vertrag mit Tobias Nickenig um ein Jahr verlängerte, dürfte ihm künftig allerdings noch schwerer fallen als bisher. Denn seinen Forderungen nach zweistelligen Millionensummen für neue Spieler und veränderten Vereinsstrukturen kann oder will der FC-Vorstand offenbar nicht in vollem Umfang nachkommen. Das wird das Thema sein, wenn Trainer, sein Anwalt und die Vereinsverantwortlichen kommende Woche Klartext reden.