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Köln: Daum mahnt Unterstützung für „Nova” an

Köln : Daum mahnt Unterstützung für „Nova” an

Christoph Daum hat einen neuen Gegner ausgemacht: die Selbstzufriedenheit. „Wir müssen eine Siegermentalität entwickeln”, fordert der Trainer des 1. FC Köln vor dem Bundesligaspiel am Mittwoch (20 Uhr) gegen Borussia Dortmund. „Wir müssen punkten und nicht nur, wie in Leverkusen, Spielanteile gewinnen.”

Daum weiß, dass der Angriff derzeit die Schwachstelle seiner Mannschaft ist. Doch er wird die Formation nicht verändern. Das Personal, das zuletzt vier Mal die Startelf bildete, wird auch auflaufen. „Ich setze auf Kontinuität.” Der 55-Jährige deutete aber an, dass seine Geduld Grenzen hat. „Das ist kein Freifahrschein, eher ein Vertrauensvorschuss.”

Sollte erneut die Durchschlagskraft in der Offensive fehlen, wird der Trainer Konsequenzen ziehen. Mit Sergiu Radu, Adil Chihi, Wilfried Sanou und Matthias Scherz wartet ein Quartett Angreifer darauf, seine Chance zu bekommen. „Alles auf Novakovic abzuladen, kann auf Dauer nicht funktionieren”, skizziert Daum das Problem, dessen Lösung er am Mittwochabend erwartet. Der FC-Coach hat Respekt vor der Dortmunder Offensivkraft: „Das ist eine der besten Angriffsreihen der Liga.” Mit taktischer Disziplin und großem läuferischen Aufwand soll die ausgeschaltet werden. Daum setzt gegen den BVB auf Sieg. „Wir brauchen aber den unbedingten Siegeswillen und die Durchschlagskraft, das entscheidende Tor zu erzielen. Und wenn es durch eine Standardsituation fällt.”

Weil, so Daum, „am Reißbrett kein Spiel gewonnen wird”, hält er das Duell mit seinem Dortmunder Kollegen Jürgen Klopp ausschließlich für ein Medienthema, einen Nebenkriegsschauplatz. „Klopp ist in der Bundesliga eine Figur, die an Christoph Daum in seiner Anfangsphase erinnert”, ordnet er seinen Kontrahenten ein. „Aber so bin ich nicht mehr. Ich habe mich weiterentwickelt.”

Klopp seinerseits verbeugte sich am Dienstag verbal vor Kölns Coach. „Christoph Daum ist einer der besten deutschen Trainer der letzten 20, 30, 40 Jahre”, sagte er. „Ich habe nicht ansatzweise das Recht, mich mit ihm zu vergleichen.”