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Köln: Daum appelliert an das Berufsethos seiner Profis

Köln : Daum appelliert an das Berufsethos seiner Profis

Es geschah am 26. November letzten Jahres, als Christoph Daum in Fürth die Fußballbühne der 2. Bundesliga betrat. Noch nicht in Amt und Würden, aber längst dem 1. FC Köln vertraglich bis 2010 verschrieben, beobachtete der Trainer von der Tribüne aus, wie Holger Gehrke und Frank Schaefer als Interimslösung mit den Geißböcken einen 2:1-Erfolg bei der Spielvereinigung feierten.

Mit Daum kommt das Glück zum FC zurück - dachten viele. Eine Woche später stand der Fußballlehrer bereits im Regen. Sein Team hatte sich 1:3 gegen Duisburg blamiert.

Jetzt, ein paar Monate später und vier Spieltage vor Saisonultimo, ist es längst Realität: der FC dümpelt trotz Daum im Niemandsland der Tabelle. Auch der kölsche Trainerheld hat kein Wunder vollbracht. Für Überraschungen und positive Schlagzeilen sorgen andere Klubs - wie eben die SpVgg Greuther Fürth.

Wenn die Mannschaft von Coach Benno Möhlmann am Sonntag um 14 Uhr im RheinEnergieStadion ihre Visitenkarte abgibt, besitzt das Team als Tabellenvierter noch alle Chancen, den Sprung in Liga 1 zu schaffen. Und Köln? Da appelliert Christoph Daum mal wieder an die Berufsehre seiner Spieler. Dabei steckt der Kölner Chefausbilder in einer Zwickmühle: Zwar möchte er die bestmögliche Mannschaft ins Rennen schicken, aber er muss auch ein wenig experimentieren, um Eindrücke zu sammeln, wer dem FC in der kommenden Spielzeit weiterhelfen kann.

Einer dieser Spieler wird Patrick Helmes sein, den Leverkusen ab 2008 verpflichtet hat, den der Werksklub aber möglichst schon kommende Saison haben möchte. Am Freitag nun betonte FC-Manager Michael Meier einmal mehr: „Es gibt keine Schmerzgrenze. Leverkusen kann sich Verhandlungen mit uns sparen.”