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Köln: Daum: Aachen ist ein Aufstiegsaspirant

Köln : Daum: Aachen ist ein Aufstiegsaspirant

Feste feiert der 1. FC Köln normalerweise, wie sie fallen. Nicht so in diesen Tagen. Sämtliche Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen, das der Klub am kommenden Mittwoch begeht, sind vom Terminkalender gestrichen und verlegt worden.

„Wir haben das verschoben auf das Saisonende und wollen dann beide Feiern kombinieren: den Aufstieg und das Jubiläum”, sagte Manager Michael Maier am Tag vor einem Spiel, bei dem FC-Cheftrainer Christoph Daum „Derby-Atmosphäre” erwartet: Köln gastiert auf dem Aachener Tivoli. Und muss dann bereits am Freitag nach Jena.

Schlechte Erinnerungen ans Hinspiel gegen die Alemannia werden aus FC-Sicht wach: Aachen gewann im RheinEnergieStadion nicht nur 1:0, Köln verlor auch noch seinen Coach für zwei Spiele. Wegen seiner pauschalen Schiedsrichter-Schelte sperrte das DFB-Sportgericht Daum damals für zwei Spiele.

„Aachen hat auch wieder begonnen zu rechnen”, erwartet Daum am Montag einen Gastgeber, „der im Pokal gegen 1860 München bitteres Lehrgeld bezahlt, dann aber in Jena gezeigt hat, wie er sich zurückkämpfen kann. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sehr kampf- und laufstark ist. Aachen zählt sicher zu den Aufstiegsaspiranten.”

Bei solch einem „Strauß Blumen” liegt der Verdacht von Tiefstapelei nahe. Aber Daum, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und Broich dem zuletzt schwächelnden Scherz den Vorzug gibt, kehrt dann doch zu gewohnter Wortwahl zurück: „Über die erste Halbzeit gegen St. Pauli habe ich mich geärgert und gehe davon aus, dass wir in Aachen über 90 Minuten mit einer anderen Einstellung zu Werke gehen. Dann können wir die entsprechenden Punkte dort holen.”

Von Ruhe und Zielstrebigkeit, „die wir bewahren müssen”, spricht der Chefausbilder. Von geistiger Fitness und immer wieder von der Einstellung: „Da müssen wir noch einigen Spielern Hilfestellung leisten bis Montag.” Vucicevic gehört dazu, „bei dem ich die ihm angedichtete Blockade nicht erkennen kann. Er wird sich auf dem Tivoli viel besser präsentieren.”

Daum erwartet eine Begegnung, in der beide Teams eher ergebnisorientiert agieren und in dem die spielerische Variante eher zu kurz kommen könnte. „Ob wir auf Konter spielen, geschlossen nach vorne oder nach hinten rücken, hängt davon ab, wie dieses Spiel seine Geschichte entwickelt”, formuliert der Coach. Und nimmt das FC-Jubiläum am Mittwoch als Motivationshilfe: „Unabhängig von irgendwelchen Events erwarte ich, dass Bestleistungen abgerufen werden. Wenn man so will, muss die Mannschaft immer so spielen wie bei einem 60- oder 100-jähriger Geburtstag.”