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Aachen: Buchwald schürt Feuer im Team

Aachen : Buchwald schürt Feuer im Team

Drei Tage noch bis zum ersten Punktespiel. Welches Gesicht wird die Alemannia zum Auftakt zeigen? Das begeisternde, wie in den Spielen gegen Anderlecht und Lüttich? Oder das unbeholfene und ideenlose, wie im DFB-Pokal?

Unser Redakteur Roman Sobierajski nahm die 22 Spieler im Kader unter die Lupe.

Die Torhüter

1 Stephan Straub: arbeitet sich nach seiner Verletzung wieder an den Kader heran und wird dann wieder eine Alternative sein mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit. Bringt die Mannschaft mit seinen präzisen Zuspielen schnell in die Umschalt-Bewegung.

12 Thorsten Stuckmann: zeigt blitzschnelle Reaktionen auf der Linie, muss aber seine fußballerischen und koordinativen Fähigkeiten noch deutlich verbessern.

24 Kristian Nicht: wurde von Guido Buchwald zur Nummer 1 gemacht. Hat ebenfalls das Spiel mit dem Fuß nicht auf der Liste der zehn besten Freunde stehen, dirigiert lautstark und feuert an.

Die Abwehr

28 Mirko Casper: hat sich prächtig entwickelt und ist flexibel auf allen defensiven Positionen einsetzbar. Was aber gleichzeitig auch das größte Manko des 25-Jährigen ist, der sich hinter den Spezialisten anstellen muss, weil er der ideale Defensiv-Joker auf der Bank ist.

2 Nico Herzig: wird bald wieder alte Wikinger-Stärke erreicht haben und facht dann die Konkurrenz um die beiden Plätze in der Innenverteidigung weiter an.

3 Alexander Klitzpera: strahlte in den Tests Ruhe aus und versteht sich gut mit Vukovic. Wird allerdings auch weiterhin nicht Gefahr laufen, auf dem Platz von einer Radarfalle erwischt zu werden.

22 Jeffrey Leiwakabessy: der Wadenbeißer auf der linken Seite der Viererkette, Marke Dauerplage für jeden Gegenspieler, ist auch unter dem neuen Trainer gesetzt.

17 Thomas Stehle: spielt den soliden defensiven Part und ist eine Bank in der abwartenden Spielvariante, bringt allerdings wenig Druck nach vorn.

4 Hrvoje Vukovic: eine echte Verstärkung für die in der letzten Saison siechende Innenverteidigung. Bei 1,84 Metern Größe ungeheuer kopfballstark. Rückt deswegen bei Ecken und Freistößen mit in den gegnerischen Strafraum auf.

10 Benjamin Weigelt: hat den Kampf um die Stammplätze zunächst verloren, kann Leiwakabessy aber problemlos vertreten.

Das Mittelfeld

21 Cristian Fiel: bester Techniker im Team, leichte Defizite bei Topspeed und Schusshärte. Hat kein Einsatzversprechen und wird sich dem Dreikampf mit Pecka und Milchraum stellen müssen.

5 Pekka Lagerblom: ackert, rackert, schuftet - und wird vermutlich am siebten Spieltag wegen der fünften Gelben Karte aussetzen müssen. Hat Schwächen in der Spieleröffnung und im präzisen Zuspiel, gibt aber den idealen Zerstörer.

20 Matthias Lehmann: der Dauerläufer hat Qualitäten in der Defensive und in der Offensive, schaltet sich schnell mit in den Angriff ein. Lehmann ist neben Reghecampf nicht nur für die Varianten bei Ecken und Freistößen zuständig, er genießt auch das Vertrauen des Trainers als Kopf des Teams.

26 Patrick Milchraum: schnell und trickreich, arbeitete aber bislang zu wenig defensiv - und musste sich dafür lautstarke Kommentare des Trainers gefallen lassen.

7 Reiner Plaßhenrich: hat noch einen ganz langen Weg zurück in die Mannschaft - und dann mit den beiden etatmäßigen Sechsern Lagerblom und Lehmann harte Konkurrenz um diese Position.

6 Jerome Polenz: verfügt über ein riesiges Potenzial, perfekte Ballannahme, wieselflink, Typ Straßenfußballer - und ist rechts auf allen Positionen einsetzbar. Wird entweder auf dem Platz oder auf dem Bankkonto der Alemannia ein ganz Großer.

23 Laurentiu Reghecampf: hat die Kapitänsbinde voll angenommen. Dirigiert das Team, gibt die Tempowechsel vor und ist der Mann für die Standards von rechts. Hat in der Mannschaft den präzisesten Schuss.

Der Angriff

16 Marius Ebbers: Die Zweite Liga ist sein Zuhause, machte aber in der Vorbereitung nicht richtig positiv auf sich aufmerksam. Scheint von Buchwald dennoch gesetzt - vielleicht bis Kolev integriert ist.

13 Emmanuel Krontiris: Hat die letzte Chance, seiner Karriere noch einmal Schub zu geben. Glänzt durch Technik und Schnelligkeit - und fällt aus, wenn es ernst wird. Bleibt die Frage: mentales oder körperliches Problem?

8 Szilard Nemeth: Wäre der doch bloß in der letzten Saison fit gewesen. Die „Schaltzentrale” ist extrem beweglich, braucht kaum Platz und findet die kleinste Lücke für den Pass in die Tiefe. Vollstreckt „notfalls” auch selbst.

11 Lubos Pecka: hat einige beeindruckende Auftritte gezeigt. Fleißig, antrittsstark und Löcher in die gegnerische Abwehr reißend.

9 Todor Kolev: der/die große Unbekannte im Planspiel Attacke. Dem Bulgaren fehlt noch die Bindung an das Team, er zeigte aber kämpferisches Engagement und geht auch die schmerzhaften Wege.