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Mönchengladbach: Borussias neue Millionen-Kleider

Mönchengladbach : Borussias neue Millionen-Kleider

Die Fans von Borussia Mönchengladbach müssen sich auf neue Trikots ihrer Lieblinge einstellen.

Die DFL erteilte mit einer Ausnahmegenehmigung grünes Licht für Gladbachs neue Kleider. Ab dem 1. Januar 2005 ist der japanische Technologie-Konzern Kyocera der neue Haupt- und Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2007 und kann per Option bis 2009 verlängert werden.

Der bisherige Hauptsponsor Brau und Brunnen (Jever) entließ den Klub auf dessen Bitte aus dem Vertrag (bis 2006). Dieser Verzicht wird dem Unternehmen mit dem Status eines Co-Sponsors und Stadion-Partnerschaft bis zum Jahr 2014 versüßt.

Der Nutzen diesen Deals: Borussia wird auf jeden Fall eine Millionen Euro mehr als die bisherigen 3,5 Millionen Euro pro Jahr erhalten; Kyocera verspricht sich durch die Beliebtheit des Traditions-Vereins einen höheren Bekanntheitsgrad auf dem deutschen Markt.

Der Konzern ist ein führender Hersteller von Hightech-Keramik, elektronischen Komponenten, Solarzellen und Mobiltelefonen mit einem Jahresumsatz weltweit von 8,8 Milliarden Euro.

Die Japaner waren an die Borussia herangetreten und rannten beim Präsidenten Rolf Königs, Geschäftsführer eines Unternehmens mit 50 Werken weltweit, offene Türen ein: „Wir hätten uns mittelfristig ohnehin auf Japan und China konzentriert, um dort neue Märkte zu erschließen.”

Das wird von Klubs wie Feyenoord Rotterdam erfolgreich gemacht. Besonders hilfreich in puncto Trikotverkauf und TV-Vermarktung war die Verpflichtung des japanischen Mittelfeldspielers Shinji Ono.

Wenn man die Vita von Pim Verbeek, dem neuen Assistenten von Chefcoach Dick Advocaat, anschaut, schließt sich der Kreis: Der Co-Trainer hat zweieinhalb Jahre lang zwei japanische Erstligisten betreut ...