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Mönchengladbach: Besser als Cristiano Ronaldo und Luca Toni

Mönchengladbach : Besser als Cristiano Ronaldo und Luca Toni

Wenn man sich die richtige Statistik herauspickt und es mit dem Auftrag des Stürmers genau nimmt, dann ist Roberto Damian Colautti, neuer Mittelstürmer in Diensten von Fußball-Zweitligist Borussia Mönchengladbach, besser als Cristiano Ronaldo, Andriy Schevchenko oder Luca Toni. Denn: Keiner der Genannten schoss in den EM-Qualifikationsspielen so viele Tore wie der 25-Jährige, nur drei Stürmer in Europa haben mehr als diese sechs Treffer markiert.

„Er ist ein mitspielender Mittelstürmer, sucht beidfüßig den Abschluss, hat ein perfektes Timing beim Kopfball und verfügt über das gewisse Näschen eines Mittelstürmers”, fasst sein neuer Trainer Jos Luhukay zusammen. „Wir freuen uns, endlich die Nummer 9 gefunden zu haben.”

Colautti, der fließend spanisch und neuhebräisch spricht, tat in den vergangenen drei Jahren überall das, wofür ein Strafraumstürmer da ist: Tore schießen. Für Maccabi Haifa, zu denen er 2004 von den Boca Juniors (Argentinien) gewechselt war, schoss er in 90 Erstligaspielen 39 Tore und traf in 18 Europapokalspielen acht Mal. Mit Haifa wurde er 2005 und 2006 israelischer Meister. Dazu die sechs Tore für die israelische Nationalmannschaft, für die er seit seiner Hochzeit mit einer Israelin spielberechtigt ist.

Schenkt man dem als Scherz gemeinten Schwank, den Colauttis Berater Lubelsky und Koren erzählen, allzu viel Glauben, dann geht es für den 1,80 Meter großen Stürmer mit dem Tore schießen erst jetzt richtig los. Gladbachs Sportdirektor Christian Ziege soll Colautti die beiden freien Rückennummern 24 und 30 angeboten haben. Als sich der gebürtige Argentinier nicht entscheiden konnte, fragte einer seiner Berater, wie viele Tore der Argentinier denn in der kommenden Spielzeit schießen möchte: 24 oder 30. „Ich nehme die 30”, soll sich Colautti festgelegt haben.

In Israel verfolgte er die Bundesliga via Satellit. „Ich möchte und kann aber nichts über die letzte Saison sagen. Es ist an der Zeit, nach vorne zu blicken”, so Colautti. Bei diesem Blick fällt einem als nächstes das morgige Zweitligaheimspiel gegen Aufsteiger 1899 Hoffenheim ins Auge. Dass Colautti mit dabei ist, hält Luhukay für „unwahrscheinlich”.

Gut möglich, dass außer der Rückkehr des zuletzt grippekranken Steve Gohouri (Eugen Polanski müsste weichen) nichts im Vergleich zum Auftaktspiel in Kaiserslautern (1:1) geändert wird.

Den zukünftigen Platz von Roberto Colautti im Sturmzentrum könnte also demnach wieder Sascha Rösler einnehmen - gegen den Klub, der das Ringen um ihn gegen Borussia verlor.