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Aachen: Berger „will die Bayern auf dem Tivoli schlagen”

Aachen : Berger „will die Bayern auf dem Tivoli schlagen”

Die Karten-Nachfrage für Alemannia Aachens Pokalspiel gegen den FC Bayern München sprengt alle Rekorde. So sind seit der Auslosung am vergangenen Sonntag über 10.000 Ticketbestellungen an der Krefelder Straße eingegangen.

Außerdem wurden bis Dienstag von Alemannias Telefonpartner mehr als 30.000 Anrufe in Aachens Geschäftsstelle registriert. Überlegungen, die Partie wegen des enormen Interesses, in ein größeres Stadion zu verlegen, hat es auf der Führungsetage auch schon gegeben. „Wir haben uns aber noch nicht entschieden”, sagt Alemannia-Präsident Horst Heinrichs.

Konkret im Gespräch als möglicher Austragungsort ist die Arena AufSchalke. Bei einer ausverkauften Arena hätte Aachen immerhin eine Mehreinnahme von rund 300.000 Euro. „Es wäre das falsche Zeichen zum falschen Zeitpunkt”, betont Heinrichs. Sportlich habe die Alemannia nämlich nur auf dem Tivoli eine Chance, „weil die Zuschauer zu 90 Prozent hinter uns stehen”.

In einem auswärtigen Stadion käme die größere Anzahl der Besucher, nur um die Bayern zu sehen. „ Für mich spielt hier das Geld nur die zweite Rolle”, lässt der Alemannia-Chef keine Missverständnisse aufkommen: „Ich verkaufe meine Seele nicht.”

Auch Aachens Trainer Jörg Berger hält nichts von einer Verlegung: „Ich will die Bayern auf dem Tivoli schlagen. Warum sollen wir weggehen?” Eine Entscheidung soll bis Ende der Woche fallen.

Keine Änderungen wird es bei den TV-Übertragungen geben. Bilder vom Tivoli werden die Fernsehanstalten auch zukünftig durch den „Fangzaun-Schleier” aufnehmen. Beschwerden seien nicht eingegangen, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten könne der Standort der Führungskameras nicht verlegt werden.

Derweil hat sich Kölns Stürmer Sebastian Helbig (26) über seinen Berater am Tivoli ins Gespräch bringen lassen. „Die Mannschaft hat Perspektive”, sagt Helbig, der den FC in der Winterpause verlassen kann.

Alemannias Interesse an einer Verpflichtung sei aber eher gering, hieß es am Dienstag. Größere Chancen hat Helbig bei seinem Ex-Klub Cottbus.