Köln: Behält die Wissenschaft Recht, wird Deutschland Europameister

Köln: Behält die Wissenschaft Recht, wird Deutschland Europameister

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 erlebt eine Neuauflage des EM-Finals von 2008 zwischen Deutschland und Spanien.

Zudem erreicht Gastgeber Polen das Halbfinale, der WM-Zweite Niederlande muss bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der International School of Management (ISM) und der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).

Dort wurde in einem zweistufigen Modell der mögliche Verlauf der EM prognostiziert. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Messgrößen wie der Marktwert der Mannschaften, Wettquoten sowie Zufallsfaktoren oder Gastgeberbonus.

Dabei spielt der Zufall eine entscheidende Rolle. „Je näher die ermittelten Statistikwerte beieinander liegen, je geringer also der Qualitätsunterschied zwischen den gegnerischen Mannschaften ist, desto größer wird der Einfluss des Zufalls”, erklärte Wirtschaftsmathematiker Bernd Giezek von der ISM. Auf etwa 50 Prozent beziffern die Wissenschaftler den Einfluss des Zufalls, der aus den Unterkategorien Glück (Schiedsrichterentscheidungen, Pfostenschüsse) und Tagesform besteht.

Nach diesen Berechnungen trifft die DFB-Elf im Viertelfinale auf Russland und im Halbfinale auf Frankreich. Im Endspiel setzt sich die deutsche Auswahl dann gegen Weltmeister Spanien durch und benötigt dabei nach Meinung der Wissenschaftler nicht so viel Glück wie der FC Chelsea im Champions-League-Finale gegen Bayern München.

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