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Köln: Bänderriss: Aber McKenna will spielen

Köln : Bänderriss: Aber McKenna will spielen

Das sah nicht gut aus, wie Kevin McKenna nach dem gemeinsamen Frühstück im Geißbockheim zum Mannschaftsbus des 1. FC Köln humpelte.

Mit 19 Profis trat der Klub am Freitag die Reise nach Bielefeld an. FC-Physiotherapeut Dieter Trzolek hatte dem australischen Nationalspieler einen flexiblen Tapeverband am Fußgelenk angelegt. „Mit ein bisschen Glück wird es gehen. Aber ich weiß nicht wirklich, ob es geht, ich hoffe es”, sagte Trzolek.

Im Training hatte sich McKenna verletzt. „Zwei Bänder im rechten Fußgelenk sind gerissen”, konkretisierte der Abwehrspieler. „Ich muss abwarten, morgen Vormittag probieren, und dann entscheiden wir. Ja, ich will spielen.”

Sein Trainer gab sich da zuversichtlicher: „Kevin ist ein harter Hund, ich bin zuversichtlich, dass er spielen kann”, sagte Christoph Daum. „Unser Oberguru Dieter Trzolek kriegt das hin.”

Seiner Sportgruppe widmete Daum ein paar deutliche Worte: „Bisher vermisse ich die bedingungslose Kampfeinstellung von allen Spielern, dieses Fighten und Ärmel hochkrempeln auf dem Platz.”

In den bisherigen Begegnungen sei zu selten die absolute Zweikampfbereitschaft gezeigt worden. „Es ist eine gefährliche Situation, wenn einige meinen, wir hätten es schon geschafft, weil wir aufgestiegen sind.”

Gerade in Bielefeld müsse man sich auf ein sehr hartes Spiel einstellen. „Die befinden sich mitten im Überlebenskampf in der Liga. Für uns geht es auch darum - und nicht um einen Schönheitspreis.”

Deshalb legte der Coach in dieser Trainingswoche besonderen Wert auf das Zweikampfverhalten und die taktische Disziplin, die nach dem Rückstand gegen die Bayern aus den Fugen geraten war.

Köln hat eine heftige Woche mit drei Spielen in nur sechs Tagen vor sich. Aber an Pokalgegner Mainz am nächsten Dienstag oder Schalke nächsten Samstag zu denken, verbietet sich für Daum: „Die volle Konzentration gilt alleine der Partie in Bielefeld. Gerade vor einer solchen Woche ist entscheidend, nur von Spiel zu Spiel zu denken.”

Das gilt gleichermaßen für die Arminia, die noch auf den ersten „Dreier” wartet. „Natürlich wollen wir den ersten Sieg einfahren”, sagt Trainer Michael Frontzeck. „Es gibt nicht viele Gegner, die sich auf Augenhöhe mit uns befinden. Auch Köln hat andere finanzielle Möglichkeiten als wir. Wir müssen an die guten Ansätze der letzten Heimspiele anknüpfen, um den Bock umzustoßen.”