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Wolfsburg: Auch Meyer kein Wunderheiler: „Fohlen” bleiben im Tabellenkeller

Wolfsburg : Auch Meyer kein Wunderheiler: „Fohlen” bleiben im Tabellenkeller

Auch Hans Meyer ist kein Wunderheiler. Wer das bei Borussia Mönchengladbach geglaubt hat, sah sich spätestens am Dienstagabend nach dem 0:3 (0:1) beim VfL Wolfsburg eines Besseren belehrt. „Das muss alles erst noch greifen - auch mit dem neuen Trainer.

Leider sind wir noch nicht so weit, dass wir ein Auswärtsspiel in Wolfsburg drehen können”, sagte Routinier Alexander Voigt nach der siebten Saisonniederlage, mit der die „Fohlen” im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga verharren.

Aber nicht im Tal der Hoffnungslosigkeit. „In den ersten 40 Minuten haben wir richtig gut gespielt. Teilweise so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte”, sagte der 65 Jahre alte Trainer- Fuchs nach seinem ersten Auswärtsspiel mit der Borussia. Seine ersatzgeschwächte Truppe, in der Torhüter Frederic Löhe überraschend sein Bundesliga-Debüt gab, machte die Räume eng und hätte das 0:0 beinahe in die Pause gerettet.

Dass es nicht gelang, lag auch an Löhe. Der 20-Jährige holte erst Wolfsburgs Angriffsführer Grafité ungeschickt von den Beinen und hatte anschließend keine Chance bei dessen eiskalt verwandelten Elfmeter (40.). Als Madlung per Kopf auf 2:0 erhöhte (55.), war die Partie entschieden. Und nachdem Zvjezdan Misimovic (75.) noch einen zweiten Foulstrafstoß versenkt hatte, war auch der Kapitän endgültig bedient.

„Drei Gegentore nach Standards: Das darf dir in der Bundesliga einfach nicht passieren”, sagte Patrick Paauwe, der am Wochenende mit seinem Siegtor zum 1:0 über den KSC noch für einen gelungenen Meyer-Einstand gesorgt hatte.

Daran wollen sich die Borussen auch erinnern, wenn in den nächsten Partien gegen Eintracht Frankfurt und bei Arminia Bielefeld Kontrahenten warten, die anders als der VfL Wolfsburg in Augenhöhe scheinen. „Das sind Gegner, gegen die wir punkten müssen. Wir müssen gegen Frankfurt einfach dreifach punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren”, forderte Voigt nachhaltig.

Die „Wölfe” haben das geschafft, wenn auch auf der anderen Seite der Tabelle. „Es war wichtig, dass wir zu Null gespielt haben und ein Spiel auch mal souverän nach Hause bringen”, sagte Trainer Felix Mmagath drei Tage nach der richtigen Antwort auf die 2:4-Schlappe bei Bayern München und weitere drei Tage vor dem schweren Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. „Wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir jetzt nachlegen”, forderte Magath.