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Wegberg-Beeck: Anspruchsvolle Aufgabe: Wegberg-Beeck reist zur Viktoria

Wegberg-Beeck : Anspruchsvolle Aufgabe: Wegberg-Beeck reist zur Viktoria

Friedel Henßen ist offenbar recht froh, dass es heute Abend einmal nicht um Regionalligapunkte geht. Nachdem das Meisterschaftsspiel gegen die SG Wattenscheid 09 am Samstag wegen der widrigen Platzverhältnisse im Waldstadion ausfallen musste, reist der FC Wegberg-Beeck am Dienstag in den Sportpark Höhenberg, wo um 19.30 Uhr das Viertelfinalspiel im Mittelrheinpokal bei Viktoria Köln angepfiffen wird.

„Es ist Pokal, Viertelfinale“, sagt der Beecker Teamchef. „Da treffen zwei Regionalligisten aufeinander, da gibt es keine Tabelle, und beide Mannschaften wollen ins Halbfinale.“

Die Austragung dieses Matches in Höhenberg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Unsicher war bis Montagabend lediglich, ob im Stadion oder auf dem Kunstrasen neben dem Hauptplatz angepfiffen wird. „Zu 99 Prozent wird es aber das Stadion sein“, hatte Friedel Henßen aus der Domstadt erfahren. „Da spiele ich auch lieber.“

Die Aufgabe bei der Viktoria ist anspruchsvoll. Der Mittelrhein-Pokalsieger der beiden letzten Jahre qualifizierte sich in der letzten Runde beim 2:1 über den TSC Euskirchen erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit und hatte gegen den Mittelrheinligisten sehr viel Mühe. Gegen eine ähnliche Dramaturgie mit einem anderen Ausgang hätte der Beecker Teamchef nichts einzuwenden. „Wir werden unsere Chancen bekommen“, glaubt er. „Die müssen wir dann aber auch nutzen.“

Diese Erkenntnisse des Sportchefs der „Kleeblätter“ stammen zumindest teilweise aus dem Meisterschafts-Hinspiel. Da hatte die Viktoria mit 2:0 die Nase vorne, aber je länger die Partie dauerte, desto besser kam der Außenseiter ins Rollen. „Wenn Thomas Lambertz in der 87. Minute allein vor dem Tor trifft, wären wir bis zum Ende im Spiel geblieben“, blickt Henßen zurück.

Er weiß aber auch, was seine Mannschaft heute Abend in Höhenberg unter allen Umständen vermeiden muss. „Wir dürfen nicht früh in Rückstand geraten“, sagt er. Und auch sonst müssen viele Faktoren zusammen kommen, damit der Außenseiter am Ende jubeln darf: Kampf, Konzentration und eine Mannschaft, die konsequent an ihre Leistungsgrenze geht.

Über Einstellung und Kampf wollen es die „Kleeblätter“ versuchen. „Wir wollen leidenschaftlich auftreten und mutig Fußball spielen“, gibt Henßen seinen Spielern mit auf den Weg.

Wen er für die Startformation auswählen wird, wird der Teamchef kurzfristig entscheiden. „Wir haben jetzt ein ordentliches Programm mit zwei Spielen innerhalb von drei Tagen“, streicht er noch einmal heraus. „Und einige Spieler, die in der Vorbereitung gut trainiert haben, kamen bei unserem letzten Meisterschaftsspiel in Erndtebrück nicht zum Einsatz. Vielleicht nutzt ja der eine oder andere seine Chance, wenn er spielt.“

Personelle Probleme gibt es beim FC Wegberg-Beeck jedenfalls nicht. Von den 25 Akteuren, die den Kader bilden, sind 23 fit. Nur die beiden Langzeitverletzten stehen noch nicht zur Verfügung. Aber auch da ist Besserung in Sicht. Stefan Zabel befindet sich wieder im Torwarttraining, und Maurice Passage ist im Lauftraining. Teamchef Friedel Henßen und Trainer Dirk Ruhrig dürfen zumindest mit dieser Situation sehr zufrieden sein.