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Aachen: Alex Alves will am Tivoli stürmen - Jérôme Polenz unterschreibt

Aachen : Alex Alves will am Tivoli stürmen - Jérôme Polenz unterschreibt

Um Jérôme Polenz ranken sich ein paar Geheimnisse. Da ist zum Beispiel seine Verpflichtung. Keine Nachricht drang bei Alemannia vorzeitig heraus, kein Medium spekulierte den Namen, und jetzt ist er da: 20 Jahre, ausgestattet bislang mit einem Profi-Vertrag bei Werder Bremen bis 2009. Das Arbeitspapier in Bremen ist aufgelöst, stattdessen hat ihn nun Alemannia gekauft.

Wieder ein Transfer in der Kategorie „talentiert, vielseitig, entwicklungsfähig”, sagt Manager Jörg Schmadtke. Die Ablösesumme ist natürlich geheim, nicht aber sein neuer Drei-Jahres-Kontrakt in Aachen: der gilt für die Profi-Ligen und enthält keine Wenn-und-Aber-Klauseln, bestätigt Berater Kon Schramm.

Drei Bundesligaspiele hat Polenz für den Spitzenklub absolviert, in der letzten Saison liefen die Dinge schlechter. Polenz war verletzt, kam allenfalls in den Kader. „Ein paar Einsätze hätte ich auch verdient gehabt”, meint der Abiturient. Am Ende der unbefriedigenden Spielzeit bei den Amateuren stand fest: „Ich muss einen neuen Schritt wagen.” Weg von der Jugend, raus aus dem Werder-Internat, das er seit dem 15. Lebensjahr besuchte. Beim Ex-Alemannen Torsten Frings erkundigte er sich über die Aachener Verhältnisse, dann sagte er zu. „Eine perfekte Anlaufstelle.”

Geheimnisvoll ist auch seine künftige Position: Der Jugendnationalspieler gehört einer seltenen Spezies an: Er ist ein schneller Stürmerangreiferverteidiger. „Ich kann alles spielen.” In Aachen ist er als Dampfmacher auf der rechten Seite vorgesehen.

Manager Jörg Schmadtke war nicht an einem Ausleihgeschäft interessiert, sondern überzeugte seinen Bremer Kollegen Klaus Allofs mit einem geringen sechsstelligen Betrag davon, das Talent freizugeben. Ein Geheimnis wird für Polenz am Dienstag gelüftet, dann lernt er seinen neuen Cheftrainer Guido Buchwald in Aachen kennen.

Es ist noch nicht die letzte Verpflichtung am Tivoli, drei Transfers sind noch vorgesehen. Und alle drei Spieler sollen Kandidaten für die Stammformation sein. Angeboten wurde dem Verein auch nach Informationen dieser Zeitung Alex Alves.

Der Mittelstürmer, der einst bei Hertha auf Tore- und Schlagzeilenjagd ging, spielte bis vor ein paar Wochen in der zweiten brasilianischen Liga in Boavista. Jetzt sucht der 32-Jährige neue Herausforderungen und ist auf die Idee gekommen, dass Alemannia eine gute Adresse wäre. Er könnte ablösefrei ins Rheinland wechseln.