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Eschweiler: Alemannia: Torfestival bleibt gegen Fortuna Köln aus

Eschweiler : Alemannia: Torfestival bleibt gegen Fortuna Köln aus

Es war die Spitzenbegegnung der Zweiten Liga, die da im Stadion von Germania Dürwiß ablief. Allerdings nur, wenn man die Ewige Tabelle zu Rate zieht. Denn Primus Alemannia Aachen und die zweitplatzierte Fortuna aus Köln haben in dieser Klasse fast 2000 Partien auf dem Konto.

Doch die Fußballzeiten ändern sich, und so traf zum Testspiel vor 780 Zuschauern der Siebte der Regionalliga auf den Absteiger in die Dritte Liga. „Wir sind gefühlt Zweite Liga, vielleicht sogar Erstligist, wir müssen erst uns in dieser Liga zurecht finden”, hatte Aachens Trainer Ralf Aussem vor der Partie erklärt.

Tatsächlich tat sich die Alemannia gegen den hart einsteigenden Gegner über weite Strecken schwer. Die Kölner stiegen ein, als ginge es um den sofortigen Aufstieg in die Zweite Liga. Sascha Rösler musste bereits nach elf Minuten mit Adduktoren-Problemen vom Platz.

Es war noch einiges an Sand im Getrieb des Alemannia-Spiels, vor allem da Ralf Aussem am Vormittag eine ganz normale Trainingseinheit angesetzt hatte. So waren Torchancen Mangelware, und die beste vergab Marcel Heller kurz vor dem Seitenwechsel nach einem schönen Freistoß von Albert Streit ins Sturmzentrum. Heller tauchte allein vor Gäste-Torwart André Poggenburg auf - und lupfte den Ball über den Kasten (40.).

Auch nach dem Wiederanpfiff, zu dem die Fortuna bis auf den Keeper komplett durchwechselte, ließ Aussem zunächst die Startformation auf dem Platz. Und wieder war es Heller, der drei Gegenspieler aussteigen ließ und sich dann im Strafraum den Ball zu weit vorlegte (51.). Erst eine Minute vor Schluss brachte eine schöne Kombination der drei eingewechselten Thomas Stehle, Timmy Thiele und Denis Pozder die Entscheidung: Stehle eroberte den Ball, Thiele ging in den Raum, zog die Abwehr auf sich und bediente dann mustergültig Pozder, der zum 1:0 vollendete.

Dass Albert Streit bis zu seiner Auswechslung die Kapitänsbinde trug, sei „eine Vorentscheidung”, erklärte Trainer Ralf Aussem gewohnt kurz und trocken.

Alemannia: Melka - Schwertfeger, Olajengbesi (60. Stehle), Herröder, Müller (60. Erb) - Demai (60. Schumacher), Brauer - Heller (60. Marquet), Streit (Pozder), Kefkir (60. Andersen) - Rösler