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Mönchengladbach: Advocaat lässt auf der Bank rotieren

Mönchengladbach : Advocaat lässt auf der Bank rotieren

Von B wie Böhme bis Z wie Ziege: 26 Namen ballen sich alphabetisch geordnet in der Rubrik Spieler zwischen diesen beiden Mönchengladbacher Berufsfußballern.

Fünf müssen per se gestrichen werden fürs Gastspiel in Bremen aus dem 28-köpfigen Aufgebot: die verletzten Kirch und Sonck, die Rekonvaleszenten Ziege und Elber sowie der ausgemusterte Torwart Ramovic. Fünf weitere werden heute um 10 Uhr dem Mannschaftsbus nur hinterher winken.

Fünf, die beim 3:1-Erfolg im Hinspiel zur Stammformation gehörten! Fünf, um die es unter Trainer Holger Fach einst kaum Diskussionen gab! Kampa, Korzynietz, Pletsch, Ulich und Heinz fliegen aus dem Kader. Oder, um es mit den Worten Dick Advocaat zu sagen: „Ich rotiere ein bisschen.”

Für den Fach-Nachfolger gibt es bei den Ergänzungsspielern qualitativ kaum Unterschiede, da hält er sie gerne wechselweise bei Laune; ein bisschen zumindest.

Chance für Broich?

Für den neuen Torjäger Wesley Sonck, den neben seiner Knieverletzung auch noch eine Knöchelblessur plagt, dürfte Thomas Broich in die Anfangself rücken, so dass auf der Bank neben Torwart Melka noch Daems, van Kerckhoven, Demo, Hausweiler, Polanski und van Hout sitzen dürften.

Selbst auf die Bank wird es in Zukunft Marek Heinz kaum noch schaffen. Im Hinspiel - seinem einzig guten Auftritt im Borussen-Trikot - köpfte er sein einziges Tor für Gladbach; es könnte auch das letzte bleiben.

Denn Dick Advocaat ist gar nicht gut zu sprechen auf den Tschechen, der sich unter der Woche via Medien ausgeheult, fehlenden Spaß und mangelnde Technik in Deutschland angeprangert, die Schuld aber nicht bei sich gesucht hat.

„Er hat das sehr gut analysiert”, sagt Advocaat mit finsterer Miene, und sein Tonfall lässt nur einen Schluss zu: Selbst ins Rotationssystem der Bankdrücker wirds der 27-Jährige kaum noch einmal schaffen.