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Köln: 1. FC Köln wertet Rangnick-Vorwürfe als Erfolg im Aufstiegsrennen

Köln : 1. FC Köln wertet Rangnick-Vorwürfe als Erfolg im Aufstiegsrennen

Der 1. FC Köln hat gelassen auf die Vorwürfe von Ralf Rangnick reagiert und wertet dessen Anschuldigungen als einen Erfolg im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga.

„Dass Rangnick die Nerven verloren hat, ist für uns ein gutes Zeichen”, sagte Kölns Manager Michael Meier am Dienstag. Rangnick, Trainer des Kölner Aufstiegskonkurrenten 1899 Hoffenheim, hatte am Montag Kölns Spieler Maynor Suazo und Meier nach dem 1:3 beim FC am Sonntag schwer angegriffen. Durch den Sieg war Köln an Hoffenheim vorbei auf einen Aufstiegsplatz gezogen.

„Ich habe Verständnis, dass die Nerven blank liegen. Aber ich habe kein Verständnis dafür, dass er versucht, dem FC zu schaden”, sagte Kölns Trainer Christoph Daum zu den Äußerungen seines Kollegen.

Rangnick hatte eine mit der gelben Karte für Suazo geahndete Attacke gegen Hoffenheims Sejad Salihovic als „Attentat” bezeichnet. Bei der Aktion hatte Salihovic einen Schneidezahn verloren und eine Jochbeinprellung erlitten. „Es war eine harte, unglückliche Aktion, die im Fußball so vorkommen kann”, sagte dagegen Daum.

In der aggressiv geführten Partie hatte auch Hoffenheims Carlos Eduardo seinem Gegenspieler Roda Antar einen Kopfstoß versetzt. Dafür wurde der Brasilianer am Montag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bis zum Ende der Saison gesperrt. Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) hatte den Vorfall nicht gesehen.

Am Mittwoch wollen die Kölner beim FC Augsburg eine weitere Hürde auf dem Weg zurück in die Bundesliga nehmen. „Ich erwarte hohe Einsatzbereitschaft. Wir müssen bis zur Erschöpfung und ein Stückchen darüber hinaus gehen”, sagte Daum, dem eine leichte Grippe von Torhüter Faryd Mondragon Sorge bereitet.

Zudem droht mit Youssef Mohamad, Kevin McKenna, Ümit Özat, Marvin Matip, Antar und Suazo gleich sechs Stammspieler eine Gelb-Sperre für das möglicherweise vorentscheidende Spiel um den Aufstieg gegen den FSV Mainz an diesem Sonntag (14.00 Uhr).