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Köln: 1. FC Köln stürmt mit 4:3 gegen Duisburg an die Tabellenspitze

Köln : 1. FC Köln stürmt mit 4:3 gegen Duisburg an die Tabellenspitze

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der 1. FC Köln stürmte mit einem 4:3 (2:1)-Erfolg über den MSV Duisburg zumindest bis Samstagnachmittag an die Tabellenspitze der 2. Liga.

Es war kein Glanz, den Friedhelm Funkels Mannschaft im RheinEnergieStadion vor 27 000 Zuschauern versprühte, aber sicherlich ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstvertrauen. Was auch die Anhänger des FC honorierten, die ihre Lieblinge nach der geglückten Heimpremiere mit viel Beifall in die Kabine verabschiedeten.

Taktische und personelle Veränderungen hatte FC-Trainer Friedhelm Funkel angekündigt, doch was er dann aufbot, überraschte die Fans im RheinEnergieStadion. Markus Kreuz raus, Andrew Sinkala rein. Was allerdings auf das Spiel des FC gegenüber dem 1:0 von Karlsruhe zunächst keinerlei Auswirkungen hatte.

Pomadig wurde nach vorne gespielt, die Angst vor einem Gegentreffer lähmte die „Geißbock”-Offensive. Das änderte sich nach 240 Sekunden. Zwangsweise. Da flog ein Einwurf des MSV-Kapitäns Pavel Drsek in den FC-Strafraum, Sercan Güvenisik verlängerte auf Louis Gomis, der für die Führung der „Zebras” sorgte.

Nun musste Köln kommen und fand zunehmend besser ins Spiel. Einen Freistoß von Dirk Lottner wuchtete Christian Springer per Kopf zum 1:1 ins Netz (27.), und Matthias Scherz schloss neun Minuten später ein Solo mit einem satten Linksschuss aus 14 Metern zur mittlerweile verdienten Führung für die Funkel-Elf ab.

Nach dem Wechsel sorgte der FC schnell für die Vorentscheidung. Nach einem Eckball von Dirk Lottner traf Alex Voigt den Ball nicht richtig, doch Markus Happe war mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das 3:1 (54.). Das erste Pflichtspieltor für den Neuzugang aus Schalke.

Doch die Duisburger kamen noch einmal zurück ins Spiel und durch den drei Minuten zuvor eingewechselten Marius Ebbers zum Anschluss (59.) und 90 Sekunden später durch Sercan Güvenisik sogar zum 3:3. Zwei böse Abwehrfehler. Auch FC-Torhüter Alex Bade sah dabei nicht gut aus.

Doch die Kölner Fans mussten nicht lange bangen. Dann flankte Lottner in den Strafraum, Christian Springer war zur Stelle und die „Geißböcke” lagen wieder vorne (66.). Der Rest war Nervensache. Doch Friedhelm Funkels Kicker schaukelten das wichtige 4:3 über die Zeit.

Der 1. FC Köln agierte sicherlich nicht überragend, konnte Fehler im Spielaufbau und Missverständnisse im Abwehrbereich nicht kaschieren. Doch der Wille der Mannschaft zum Erfolg ließ die Zuschauer über eine Reihe von Unzulänglichkeiten hinweg sehen.