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Köln: 1. FC Köln: „Es wird einen Schnitt geben”

Köln : 1. FC Köln: „Es wird einen Schnitt geben”

Der 1. FC Köln und der MSV Duisburg stehen vor den Trümmern einer missratenen Saison. Nur ein Jahr nach dem in beiden Städten umjubelten Aufstieg kehren die Bundesliga- Gründungsmitglieder in die Zweitklassigkeit zurück.

Mit der schmerzlichen Aufarbeitung der vergangenen Monate wollen sich die Traditionsclubs nicht lange aufhalten. Spätestens seit dem 32. Spieltag sind die Planungen für den sofortigen Wiederaufstieg in vollem Gang. „Es kann nur dieses eine Ziel geben”, sagte FC-Manager Manager Michael Meier. Ähnlich kämpferisch gab sich MSV-Chef Walter Hellmich: „Das ist ein herber Rückschlag für uns, aber er kann uns nicht umwerfen.”

Der Umbau fällt in Köln weniger radikal aus als in Duisburg. Immerhin kann der FC nach seinem vierten Bundesliga-Abstieg zumindest bei der Besetzung des Trainer- und Managerpostens auf Kontinuität setzen. Dem am 3. Januar verpflichteten Schweizer Fußball-Lehrer Hanspeter Latour sprach Meier demonstrativ das Vertrauen aus.

Ungleich größer ist die Fluktuation innerhalb der Mannschaft. „Es wird einen Schnitt geben”, stellte Meier eine Verkleinerung des Kaders auf 20 bis 22 Profis in Aussicht. Latour ist dennoch zuversichtlich: „Es ist etwas da, man muss nicht bei Null beginnen.” Vor allem das perfekte WM-Stadion, ein Zuschauerdurchschnitt von über 47 000 und solide Finanzen geben Anlass zur Hoffnung.

Auf ihren Liebling Lukas Podolski müssen die FC-Fans in Zukunft wohl verzichten. Dass der bis 2007 vertraglich an den Club gebundene Nationalstürmer kein zweites Mal in der 2. Liga auftreten wird, scheint klar. Hoffnungsträger wie Lukas Sinkiewicz, Denis Epstein, Patrick Helmes, Marvin Matip oder Ricardo Cabanas müssen laut Verträgen zweitklassig spielen. Marco Streller und Boris Zivkovic sind Leihgaben des VfB Stuttgart, auf Christian Lell hat Bayern München eine Option. Albert Streit, Imre Szabics, Christian Rahn oder Markus Feulner stehen auf dem Absprung; Feulner soll gehalten werden.