Mönchengladbach: Wirkt die Metamorphose von Patrick Herrmann in Mainz?

Mönchengladbach: Wirkt die Metamorphose von Patrick Herrmann in Mainz?

Der Bundesliga-Spielplan meint es gnädig mit Borussia Mönchengladbach und schenkt der strapazierten Mannschaft von Lucien Favre drei Erholungsstunden extra: Der Tabellendritte muss nach dem Mittwoch-Erfolg im Pokal bei Kickers Offenbach am Samstag beim FSV Mainz erst um 18.30 Uhr antreten.

Was tun mit der unverhofften Mußezeit, ist man doch den gnadenlosen Donnerstag-Sonntag-Rhythmus gewohnt? Reichen die 180 Minuten vor allem auch für Patrick Herrmann, der beim 2:0 auf dem Bieberer Berg erneut bewies, dass er ein wenig spät, aber gewinnbringend seine Jugend-Larve abgestreift hat? Vor seinem 2:0-Treffer eroberte er energisch den Ball, sprintete unaufhaltsam gen Kickers-Tor und wuchtete den Ball brachial in die Maschen. „Ich bin gereift“, urteilt der 24-Jährige über seine Entwicklung, die zu Beginn der Saison als häufiger Bankdrücker eine ernstzunehmende Delle zu erhalten schien.

Nun muss Herrmann kaum noch Konkurrenz fürchten. André Hahn, der ihn im Sommer vom rechten Flügel verdrängte, ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Tritt gekommen. Und wenn Herrmann seine Zielstrebigkeit konserviert, hat er die Nase vorn im Gerangel mit der restlichen Sprinter-Auswahl um Hahn, Ibrahima Traoré, Thorgan Hazard und Fabian Johnson. Eine hervorragende Ausgangsposition für einen eskalierenden Wettbewerb: Nach dem Aus in der Europa League besteht für Favre kein Rotationszwang mehr. Die Rotations-Tabu-Zone besteht hinten links. Da Alvaro Domínguez immer noch ausfällt (Rückenprobleme), ist Oscar Wendt gesetzt.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb, Stranzl, Jantschke, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Johnson - Hrgota, Raffael

(bsc)
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