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Mönchengladbach: Stindl & Co. brauchen keine Extra-Motivation

Mönchengladbach : Stindl & Co. brauchen keine Extra-Motivation

Mönchengladbachs Kapitän will mit der Borussia gegen Donezk etwas Besonderes schaffen. Alassane Pléa steht vor dem Comeback.

Nun, man kann nicht unbedingt sagen, dass Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (18.55 Uhr/DAZN) auf Schachtjor Donezk II trifft. So oder so aber wird Gladbachs ukrainischer Heimgegner in der vierten Partie der Champions-League-Gruppenphase ein anderer sein als beim Hinspiel in Kiew. Vor allem, was die Einstellung betrifft. „Sie werden ganz anders auftreten“, glaubt Marco Rose. Und schließt damit Wiedergutmachungsgelüste nach deren 0:6-Klatsche vor drei Wochen, aber auch eine bessere Leistung ein.

Die Einschätzung des Gladbacher Trainers ist somit eine Wiederholung der des Hinspiels. „Wir wissen, dass Schachtjor eine gute Fußballmannschaft ist, die sehr gut umschalten kann.“ Sein Urteil ist eine Wiederholung, beim Ergebnis erwartet Rose diese aber auf keinen Fall: „Es wird kein 6:0 geben.“

Personell kann sich bei Donezk punktuell etwas ändern, aber Gladbachs Coach sieht darin kein Problem. „Es ändert sich nichts an dem, was auf uns zukommt.“ Und meint damit die Aufgabe, gegen eine spielstarke und europapokalerfahrene Mannschaft zu bestehen. Und natürlich wird das 0:6 im Hinspiel einfließen in das Auftreten des ukrainischen Teams. Doch Rose vertraut seinen Profis. „Es sind fußballschlaue Spieler, die Situationen gut erkennen und beantworten können.“

Da darf sich besonders Lars Stindl angesprochen fühlen. Der Kapitän befindet sich in bestechender Form und spürt, dass in dieser Saison Gladbach die Leistung der vergangenen Jahre mit dem Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse krönen könnte. „Wir sind überzeugt davon, etwas Besonderes leisten zu können.“ Das umzusetzen, dafür brauche die Mannschaft auch „keine Extra-Motivationsreden“.

Loblied von Mats Hummels

Als Kapitän lebt er diesen Anspruch vor, auch was die Körpersprache angeht. Das ist auch BVB-Abwehrchef Mats Hummels nicht entgangen, der vor kurzem ein Loblied auf Stindl sang. Er sei „ein absoluter Fan“ des 32-Jährigen, schwärmte der Ex-Nationalspieler und nennt den Gladbach-Stürmer seinen „Hero“: „Ja, ist er. Voll und ganz und auch schon immer. Er ist zwar der Kapitän, aber trotzdem stehen andere Leute im Fokus, hat man das Gefühl. Er ist einer, den willst du als Mitspieler immer in deinem Team haben.“

Nun würde sicherlich Lars Stindl am Mittwochabend auch Alassane Pléa sehr gerne wieder in seinem Team haben. Theoretisch ist das möglich. Gladbachs Torjäger ist nach seiner Covid-19-Quarantäne wieder im Training. „Alassane ist wieder freigegeben“, verkündete Rose. Das heißt: Der Franzose, der symptomfrei war, ist negativ getestet und hat auch die medizinische Überprüfung erfolgreich bestanden. „Er kann auch heute wieder trainieren. Da müssen wir sehen, wie er reagiert“, sagte der Borussen-Trainer.
Zwei Wochen hat Pléa nicht trainieren können, da ist die Einwechselbank realistischer als die Startformation.

In der dürfte sich auf seiner Mittelstürmer-Position erneut Breel Embolo tummeln. Der Schweizer Nationalspieler musste nach dem 1:1 gegen Augsburg eine Menge Kritik einstecken, weil er etliche Großchancen ausgelassen hatte. Rose erinnerte deshalb daran, dass Embolo nach seiner Verletzung im Länderspiel (gegen Kollege Ginter) schnell wieder zurückgekommen war, ohne 100 Prozent fit zu sein, und zum Abschluss der Vorsaison half, Platz vier zu erreichen. „Er hat sich fürs Team aufgeopfert.“ Die damalige Höchstform habe er noch nicht wieder erreicht, aber „Breel tut uns gut mit seiner Wucht und seinem Tempo. Und wenn er dranbleibt, wird er seine Tore machen.“ Am besten schon gegen Schachtjor Donezk.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt - Kramer, Neuhaus - Lazaro, Stindl, Thuram - Embolo