Mönchengladbach: Setzt Favre wieder auf Mlapa und Hanke?

Mönchengladbach: Setzt Favre wieder auf Mlapa und Hanke?

Setzen wir uns einmal über das „Verbot“ von Lucien Favre hinweg und „vergessen“ das internationale Geschäft nicht, wie es sich Borussia Mönchengladbachs Trainer nach dem schlappen Spiel in Stuttgart vor zwei Wochen gewünscht hat.

Beim Blick auf das Restprogramm der Borussia und das der Konkurrenten in der Fußball-Bundesliga darf, muss, kann man feststellen: Die Chancen der Borussia sind nicht besser oder schlechter als die von Schalke, Freiburg, Frankfurt oder Hamburg.

Drei dieser fünf Klubs werden sich für Europa qualifizieren, doch wenn Lucien Favre wieder mal einen Blick auf die Tabelle wagen soll, muss seine Mannschaft am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30) bislang Unmögliches möglich machen: einem Sieg einen zweiten folgen lassen.

Dass Favre vor Wolfsburg warnt, überrascht nicht, und man hat den Eindruck, der Trainer ist froh über den jüngsten 3:0-Auswärtssieg der Mannschaft von Dieter Hecking — damit er auf das „Riesenpotenzial“ hinweisen kann... Dass der VfL erst zwei Heimspiele in dieser Saison gewonnen hat (gegen Stuttgart und Leverkusen), verschweigt Favre.

Dem Schweizer bieten sich viele Möglichkeiten, denn erstmals seit Wochen kann er seine Startelf aus dem gesamten Aufgebot bilden. Klar ist aber nur, dass Martin Stranzl (nach Nasenbeinbruch und Infekt) wieder ohne Maske sowie Havard Nordtveit (nach Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung) mit Maske ins Aufgebot zurückkehren. Ob sie auch in der Startelf stehen werden, verrät Favre nicht. Genauso wenig, ob die neu formierte Elf, die beim 1:0 gegen Augsburg endlich mal wieder erfrischenden Fußball spielte, eine weitere Chance erhält.

Was die Mönchengladbacher vergangenen Freitag geboten haben, müssen sie zwingend auch Samstag demonstrieren — endlich einmal wieder auf des Gegners Platz aggressiv und mit Wucht dem Kontrahenten die Stirn bieten. Das war zuletzt der Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben es auswärts immer probiert, aber nicht immer mit Erfolg“, sagt Favre, „wenn möglich, machen wird das.“ Das heißt: hoch stehen, früh attackieren. Das machten Peniel Mlapa und Mike Hanke gegen Augsburg gut, und auch das Schweizer Talent Granit Xhaka hatte einen vielversprechenden Auftritt.

Genau diese drei Spieler gehören aber wie Thorben Marx zum Streich-Quartett, sollten Nordtveit, Amin Younes und Luuk de Jong ins Team zurückkehren.

Mögliche Aufstellung: ter Stegen - Jantschke, Brouwers (Stranzl), Dominguez, Daems - Marx (Nordtveit), Xhaka (Marx) - Herrmann, Arango - Hanke (Younes), Mlapa