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Top-Spiel vor 10.000 Fans: Rose erwartet „hochexplosive Stimmung“

Top-Spiel vor 10.000 Fans : Rose erwartet „hochexplosive Stimmung“

Die Bundesliga startet gleich mit einem Top-Spiel. Und das vor tausenden Zuschauern. Das Borussen-Duell am Samstag dürfen immerhin wieder 10.000 Zuschauer in Dortmund verfolgen. Trotz Personalproblemen reist der Vorjahres-Vierte Gladbach recht forsch an.

Euphorie in Mönchengladbach, Zurückhaltung in Dortmund: Vor dem Topspiel zum Bundesligastart vor immerhin 10.000 Zuschauern am Samstag beim BVB ist die Gefühlslage bei beiden Borussia durchaus unterschiedlich.

Der Teilzulassung von Zuschauern scheint Gladbach-Coach Marco Rose kaum erwarten zu können, auch wenn am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) nur BVB-Fans im größten deutschen Fußball-Stadion sein werden. „10 000 hört sich schon mal gut an. Das wird gefühlt eine hochexplosive Stimmung“, sagte Rose am Donnerstag im Hinblick auf die trostlose Geisterspiel-Atmosphäre der vergangenen Monate. „Wir freuen uns auf jeden Fall, dass es vorangeht.“

Deutlich zurückhaltender äußerte sich kurze Zeit später in Dortmund BVB-Sportchef Michael Zorc: „Wir freuen uns, dass es wieder los geht, wenn auch unter noch nicht ganz optimalen Bedingungen.“

Beide Clubs erwarten ein hochklassiges Duell. Zorc forderte von seinem Team eine Leistungssteigerung im Vergleich zum bereits starken Pflichtspiel-Start am Montag im Pokal beim MSV Duisburg (5:0): „Borussia Mönchengladbach verkörpert natürlich noch mal eine andere Qualität. Die sind nicht zufällig in die Champions League eingezogen. Wir brauchen eine absolute Top-Leistung, wenn wir gewinnen wollen.“

Ob Kapitän Marco Reus nach seinem Comeback in Duisburg nach monatelanger Verletzungspause gegen seinen Ex-Club wieder von Beginn an spielen wird, ließ BVB-Coach Lucien Favre offen. Der Schweizer blieb aber eher zurückhaltend. „Wir müssen weiter vernünftig sein und noch ein paar Wochen aufpassen“, befand der Schweizer.

Die Borussia vom Niederrhein hat deutlich größere Personalsorgen. Breel Embolo (Prellung), Valentino Lazaro (Muskelbündelriss), Laszlo Benes (Bänderverletzung) und Denis Zakaria (Trainingsrückstand) können gegen den BVB, der die vergangenen elf Pflichtspiele beider Clubs gewann, nicht spielen. Trotzdem reist die Borussia vom Niederrhein selbstbewusst an.

„Wir wissen, was da auf uns zukommt und trotzdem wissen wir, dass in jeder Konstellation etwas für uns liegt, was wir nutzen wollen“, sagte Gladbach-Coach Rose, der sich über Experten-Meinungen freute, die seine Borussia zu den Titel-Kandidaten zählen: „Das ist eine Form von Wertschätzung. Wir hören das gerne und nehmen das auf.“

Zurückweisen wollte der ehrgeizige 44-Jährige dies nicht. Dafür müsste personell aber alles passen, meinte Rose: „Wenn alle gesund sind, sind wir richtig, richtig gut. Wenn alle gesund sind, sehe ich uns tatsächlich in der Lage, gegen jeden in der Liga zu gewinnen.“

(dpa)