Aachen: Neue Chance für Simakala bei Roda

Aachen : Neue Chance für Simakala bei Roda

Ba-Muaka Simakala kehrt von Mönchengladbach nach Aachen zurück. Das wäre sicherlich eine Verstärkung, wenn es die Alemannia beträfe. Doch der 21-Jährige hat beim Ehrendivision-Absteiger Roda Kerkrade einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Und den Weg von Mönchengladbach nach Limburg wollte der Mann, der über die Stationen VfB 08 Aachen, Alemannia Aachen und Westwacht zur Borussia kam, nicht täglich auf sich nehmen. „Das wäre zu stressig“, sagte der Neu-Kerkrader. Am Mittwoch absolvierte Simakala dort bereits sein erstes Training. „Im Stadion auf Kunstrasen — etwas ungewohnt“, erzählt er. Und natürlich, im Vergleich zu seinen Erfahrungen bei den Gladbacher Profis, „ist das Tempo und die Körperlichkeit etwas geringer“.

Dort aber hatte der gebürtige Eschweiler zuletzt nicht mehr trainiert. Die Hoffnung, ihm könnte bei der Bundesligamannschaft der Durchbruch gelingen, hatten die Vereinsverantwortlichen aufgegeben. Simakala durfte sich einen anderen Verein suchen, obwohl sein (erster) Profivertrag noch bis 2019 lief. Es gab einen Interessenten aus Österreich, doch es funkte nicht zwischen Admira Wien und dem Offensivkünstler mit kongolesischen Wurzeln. Angebote aus der 1. oder 2. deutschen Bundesliga flatterten nicht ins Haus. Und so fiel die Entscheidung auf Roda. „Sie hatten bereits zu Erstligazeiten Interesse an mir gezeigt.“ Jetzt schlug Simakala zu und hofft, am Freitag bereits im Freundschaftsspiel gegen den saudi-arabischen Klub Al-Batin F.C. auflaufen zu können.

Eine neue Chance für „Chance“, wie ihn seine Freunde nennen? Erst einmal muss er die Trennung von Borussia nach sieben Jahren verarbeiten. „Das ist schon ein komisches Gefühl“, gesteht er. Vorwürfe, seine Chance am Niederrhein nicht genutzt zu haben, macht er sich nicht. Die Chemie mit U 23-Trainer Arie van Lent habe einfach nicht gestimmt. Und so wäre er nicht zum Spielen gekommen. Doch der ehemalige Borussen-Torjäger hatte stets beteuert, Simakala habe „etwas Besonderes“. Das muss der 21-Jährige nun in Kerkrade auf Strecke und nachdrücklicher beweisen als in Gladbach. Simakala ist optimistisch. „Schade, aber ich muss jetzt nach vorne gucken. Roda ist für mich der nächste Schritt.“

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