Mönchengladbach: Nach zwei Niederlagen: Spielt Dahoud gegen Bremen?

Mönchengladbach : Nach zwei Niederlagen: Spielt Dahoud gegen Bremen?

Nach wie vielen Niederlagen über Grundsätzliches gesprochen werden darf, ist bislang in den Statuten der Fußball-Bundesliga noch nicht geregelt. CrisisControl könnte ein solches System heißen, und André Schubert, der Trainer von Borussia Mönchengladbach, fände seine Einführung eventuell gar nicht schlecht.

Zumindest, wenn es verhindern würde, dass bereits nach zwei Niederlagen über Grundsätzliches geredet wird. Darauf hat Schubert nämlich keine Lust.

Mönchengladbach empfängt am Freitag Werder Bremen, für Schubert ist es ein Spiel wie die 33 anderen, die jeder Verein laut den Statuten der Fußball-Bundesliga pro Saison absolvieren muss. Aber weil Mönchengladbach die vergangenen beiden Begegnungen mit Dortmund und in Mainz verloren hat, wird Schubert bei der Pressekonferenz zum Beispiel gefragt, ob er im Vorfeld des Bremen-Spiels auf die mentale Arbeit mit den Profis besonderen Wert gelegt habe. Schubert sagt: „Die sind ja jetzt nicht psychisch krank, die Jungs.“

Zwei Niederlagen sind für den Trainer kein Anlass, seine Arbeit in Frage zu stellen. Er macht weiter wie bisher. Die vergangenen Begegnungen haben ihn darin sogar bestärkt. Schubert nennt das Spiel gegen Dortmund ordentlich und das gegen Mainz gut. Dass sie verloren gingen, sei nicht optimal, aber gehöre nun mal dazu. Mal läuft es besser, mal schlechter, so sagt Schubert das, und dass es für Mönchengladbach aktuell eher schlechter läuft, liege ja auch daran, dass viele Spieler verletzt sind.

Zum Ende der Rückrunde habe die Mannschaft physisch und psychisch ihr Limit erreicht, sagt Schubert. Die Winterpause war kurz, und als sie vorbei war, die Liste der Verletzten unverändert lang. Aktuell sind dort versammelt: Alvaro Domínguez, Tony Jantschke, Nico Schulz, Patrick Herrmann und André Hahn. Granit Xhaka wird gegen Bremen nicht in der Aufstellung stehen, weil er die routinemäßige Rotsperre absitzt.

Möglich, dass Mahmoud Dahoud, der nach seiner Schnittverletzung seit vorgestern wieder trainiert, am Montagabend spielt. Für Schubert wäre das eine ziemlich gute Nachricht, da er damit eine Option mehr in einem Bereich hat, der zuletzt zunehmend verwaiste. „In Mainz war erstmals das komplette zentrale Mittelfeld ausgefallen“, sagt er.

Sicher ist, dass Josip Drmic nicht im Kader stehen wird. Nicht in dem von Mönchengladbach jedenfalls. Drmic wurde an den Hamburger SV ausgeliehen, was für Schubert trotz all der Verletzten im Kader verschmerzbar ist, weil „Personalprobleme in der Defensive nicht gleich Personalprobleme in der Offensive sind“. Und was Raffael und Lars Stindl vorne machen, gefällt ihrem Trainer ganz hervorragend.

Mönchengladbach soll sich gegen Bremen Torchance erarbeiten, auch wenn das bedeutet, Risiken einzugehen. Das ist Schuberts Plan. Er sieht auch vor, öfter mal einen langen Ball zu spielen. Ein Zugeständnis an die Platzverhältnisse, die nicht die besten seien — das Wetter.

Über so Grundsätzliches wie die Jahreszeiten redet Schubert auch nach zwei Niederlagen.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb, Christensen, Hinteregger, Wendt - Nordtveit, Dahoud - Traoré, Johnson - Raffael, Stindl